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Ortsgruppe landesweit am aktivsten

Naturfreunde: Autos aus dem Wald verbannen

Springe (ram). Die Springer Naturfreunde sind fleißig wie die Heinzelmännchen. Ähnlich wie die sagenhaften Kölner Hausgeister verrichten sie ihre Arbeit zumeist im Verborgenen, um schließlich sich selbst und anderen Menschen eine Freude zu machen. Allein im Jahr 2008 haben die mittlerweile 125 Mitglieder freiwillig über 4000 unbezahlte Stunden geleistet.

Treue Naturfreunde (v.r.): Karlheinz Schlüsche, Joachim und Mari

„Mit ihrem Einsatz dürften die Naturfreunde der Deisterstadt landesweit an der Spitze stehen“, lobte der niedersächsische Landesvorsitzende Thomas Hundeshagen während der Jahresversammlung der Ortsgruppe in der Deisterhütte – jenem Ausflugsort, der im vergangenen Jahr allein 1350 Übernachtungsgäste an den Fuß des großen Deisters lockte.

Um das Naturfreundeheim attraktiv zu halten, wurden der Gruppenraum im Altbau und der Parkplatz seitlich des Sportplatzes neu gestaltet, ein Blockhaus und ein Holzlager-Regal errichtet sowie 400 Meter Kanthölzer aus 18 Lärchenstämmen geschnitten. Hinzu kamen regelmäßige Hüttendienste und die Ausrichtung öffentlicher Veranstaltungen, darunter das Oktoberfest und der Waldweihnachtsmarkt, an denen jeweils 40 Ehrenamtliche den Erfolg sicher stellten.

In diesem Jahr stehen unter anderem die Einfriedung des Sportplatzes, der Bau eines Volleyballfeldes und das Aufstellen von Fußballtoren auf dem Stundenplan der Naturfreunde. Außerdem soll künftig die Springer Tafel unterstützt werden: „Neben unserer Mitgliedschaft wollen wir der Tafel auch mit Aktionen den Rücken stärken“, erklärte der Springer Naturfreunde-Chef Werner Sohns. Bereits zum einjährigen Bestehen der Tafel am 28. Mai werden deren Helfer zu einem Frühstück in die Deisterhütte eingeladen.

Darüber hinaus wird vor Ort 25 Kindern aus berechtigten Familien eine kostenlose Übernachtung ermöglicht. Letztlich sollen die Zutaten für die Keksbackaktion zugunsten der Tafel gespendet werden. „Weil jeder zehnte Springer mittlerweile unterhalb der Armutsgrenze lebt, halten wir die Tafel für unverzichtbar“, erklärte Sohns die Entscheidung des Vorstands.

In Bezug auf die „Krötenwanderungsproblematik“, in deren Zusammenhang für zwei bis drei Wochen jährlich zwischen 18 und 9 Uhr die Straße zur Deisterhütte für jeglichen Autoverkehr gesperrt wird, streben die Naturfreunde eine „akzeptable Lösung für alle“ an: „Langfristig soll es einen Parkplatz auf der grünen Wiese geben, der den Autoverkehr gänzlich aus dem Wald verbannt“, so Sohns. Für ihre langjährige Vereinstreue geehrt wurden Karlheinz Schlüsche (50 Jahre), Bärbel Brendel (40 Jahre) sowie Marion und Joachim Rösler (jeweils 25 Jahre).

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