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Nahverkehr soll näher kommen

Eldagsen. Schule, Kita und Sportzentrum an der Hindenburgallee sollen mit einer neuen Haltestelle besser an den Busverkehr angebunden werden. Das fordern Elternrat und die ansässigen Vereine. Regiobus, Stadt und Politik prüfen den Antrag schon seit Wochen. Jetzt droht er zu scheitern.

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VON CHRISTIAN ZETT

Der Antrag, unterzeichnet von Elternrats-Chef Andreas Riemer, formuliert den Wunsch auf rund zehn Zeilen: Kurz vor dem Kreisverkehr an der Klosterstraße – etwa in Höhe des Wendehammers am Neubaugebiet – soll auf städtischem Gelände eine neue Haltestelle eingerichtet werden, die nicht nur von der Linie 383 bedient wird, sondern auch von der 310, 380 und 385. Die fahren bisher nur im nördlichen Teil der Stadt und auf der Ortsdurchfahrt durch Eldagsen.

Aus Sicht der Eltern ist der Bedarf für eine bessere Anbindung vor allem da, seit der Kindergarten seinen Neubau direkt neben der Schule bezogen hat. Das „neue pädagogische Zentrum“ müsse „für Mitarbeiter, Eltern und Kinder vollumfänglich an das öffentliche Nahverkehrsnetz“ angeschlossen werden, heißt es in dem Antrag. Von der Änderung könne aber auch das zuletzt wieder wachsende Neubaugebiet Klosterstraße profitieren. Und nicht nur das: Auch die Vereine FC Eldagsen, TV Eldagsen und TSV Eldagsen, die vor Ort Plätze, Schulräume und die Sporthalle nutzen, unterstützen den Antrag ganz offiziell.

Für die Linienführung sehen die Eltern kein Problem: Würde der Kreisverkehr als Wendeanlage zurück in Richtung Ortskern genutzt, sei nur auf einer Straßenseite eine Haltestelle nötig. Den zeitlichen Mehraufwand für den Busverkehr schätzen sie in dem Antrag auf rund drei Minuten.

Doch aus Sicht der Regiobus und der Behörden stellt sich die Umsetzung wesentlich schwieriger dar. Das Unternehmen hat die Voraussetzungen vor Ort inzwischen untersucht und einige Testfahrten durchgeführt. Dabei, so sagt es Ortsbürgermeister Ralf Burmeister, seien Probleme aufgetreten, „die richtig Geld kosten würden“. So sei etwa die Taktung der Linie 385 zwischen dem Springer Bahnhof, Eldagsen und Alferde auf den S-Bahn-Anschluss in der Kernstadt ausgelegt. „Da gibt es nur wenig Spielraum; drei Minuten machen da schon einen Unterschied“, gibt Burmeister die Information eines Treffens wieder.

Auch baulich stießen die Planer auf Probleme: So müsse für bislang dort nicht eingesetzte Gelenkbusse an der Kreuzung Klosterstraße/Lange Straße die Haltelinie der Ampel verlegt werden, so Burmeister: Sonst könnten die großen Fahrzeuge nicht vor dem wartenden Autoverkehr abbiegen.

„Dabei geraten wir allerdings dann bis in die Höhe der Ausfahrt vom NP-Markt“ – eine neue Engstelle würde so geschaffen. Auch am Kreisverkehr selbst seien bauliche Veränderungen nötig: „Im Moment würde der nötige Radius für die Gelenkbusse unterschritten. Die Fahrzeuge würden dann automatisch blockieren und könnten nicht weiterfahren.“

Der Ortsrat entschied trotzdem, das Thema in den Fachausschuss des Stadtrats und an die Springer Verwaltung zu überweisen. Doch selbst wenn sich dort noch etwas tut: Umgesetzt werden könnten die Maßnahmen mit Blick auf die Fahrplanänderungen nicht vor dem Sommer 2016.



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