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Nächster Schritt zum neuen Bahnhof „Deisterpforte“

SPRINGE. Die erste Hürde ist genommen: Ein neuer Bahnhof in der Kernstadt ist technisch machbar, sagt Bau-Chef Jörg Klostermann. Im ersten Halbjahr 2019 soll nun geklärt werden, ob der Neubau am Bahnübergang Heinrich-Göbel-Straße sich auch wirtschaftlich lohnt.

Foto: Archiv/Mischer
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Saskia Helmbrecht Redakteurin zur Autorenseite

„Damit ist der erste Schritt gemacht“, so Klostermann: Die Prüfung der technischen Machbarkeit sei vollständig abgeschlossen. Die Ergebnisse der wirtschaftlichen Studie sollen, schätzt Klostermann, nach dem Sommer des kommenden Jahres vorliegen. Ansprechpartner für die Stadt ist die Region Hannover, die das Projekt als Auftraggeber des Nahverkehrs maßgeblich betreut.

Positiv sei, dass Gebiete im Westen der Kernstadt durch den Bahnhof besser erschlossen würden – und hier etwas passiere, während in der großen Politik eher der Trend dahin gehe, „sich wenig für den Nahverkehr einzusetzen“, sagt Klostermann. Gleichzeitig sei ein neuer Haltepunkt sinnvoll für die zahlreichen Pendler, die in Springe wohnen, aber in Hannover arbeiten.

Das gehe auch aus der aktuellen Statistik der Region hervor, die ermittelt hat, dass jährlich mehr als 500 Personen aus der Region – und vor allem aus Hannover – in die
Deisterstadt umziehen (wir berichteten). Allerdings habe ein neuer Bahnhof auch einen Nachteil, der auf der Hand liege: Mit jedem neuen Haltepunkt dauere die Zugfahrt länger, so Klostermann.

Vergessen dürfe man nicht, dass es sich bei der Überlegung, einen neuen Bahnhof zu bauen, nicht um ein städtisches Projekt handle. Das heißt: Sollte tatsächlich ein neuer Haltepunkt entstehen, sei die Stadt daran in erster Linie gar nicht finanziell beteiligt: Erst dann, wenn es etwa um Straßen, Wege oder neue Stellplätze am Bahnhof geht, sei die Stadt gefordert. „Noch sind wir da kostenmäßig bei Null. Profitieren könne Springe aber, wenn neue Bauflächen erschlossen würden, die wiederum durch den Bahnhof attraktiver seien. Möglich sei das nach NDZ-Informationen an der Hamelner Straße neben dem dortigen Friedhof.

Begeistert von den Plänen ist Bürgermeister Christian Springfeld. Ein zweiter Bahnhof werte die Stadt klar auf und steigere die Attraktivität bestehender Wohngebiete. Zudem entspanne sich die Verkehrssituation, wenn die Springer im Westen künftig zu Fuß oder mit dem Rad schnell zum Bahnhof kämen.

In der Lokalpolitik gibt es durchaus auch Kritiker des Projekts.



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