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Ortsrat diskutiert Lärmschutz – und weitere Begrenzungen / Auch Innenstadt-Gestaltung ein Thema

Nachts Tempo 70 auf der Bundesstraße?

Springe (zett). Schönere Innenstadt, langsamere Autos: Der Ortsrat Springe kommt mit einer Reihe von Plänen aus der Sommerpause. So wollen die Politiker in ihrer ersten Sitzung am 5. September über eine nächtliche Geschwindigkeitsbegrenzung auf der Bundesstraße 217 reden.

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Ortsbürgermeister Carsten Marock erklärte gestern gegenüber der NDZ, es gehe bei einem möglichen Tempolimit – beispielsweise 70 Kilometer pro Stunde – nicht in erster Linie darum, Raser zu bremsen: „Wir wollen uns um den Lärmschutz bemühen – warum soll das nicht möglich sein?“ Dass auf mehrspurigen Straßen in der Nähe von Ortschaften etwa zwischen 22 und 6 Uhr entsprechende Einschränkungen gelten, sei immer wieder zu sehen, sagt Marock. Ob in Springe die Chance besteht – dazu müsste auch die zuständige Landesstraßenbau-Behörde gehört werden.

Doch der Ortsrat will nicht nur auf der Umgehungsstraße auf die Bremse treten: Auch über Tempolimits auf innerstädtischen Straßen soll diskutiert werden. Beispiel: die Schulstraße zwischen Burgstraße und Hinter der Burg. Marock: „Der größte Teil der Schulstraße ist schon jetzt Tempo 30. Warum nicht der Rest?“ Für den Ortsbürgermeister spielt auch die Schulwegsicherung eine Rolle: Über die Schulstraße erreichen Kinder und Jugendliche die Grundschule Hinter der Burg und die Berufsbildenden Schulen. Aber auch die Kindertagesstätte St. Petrus liegt in unmittelbarer Nähe.

Der Wunsch, auf einigen Straßen der Kernstadt das Tempo zu reduzieren, besteht laut Marock schon länger. Wenn das Thema in der kommenden Woche konkret auf die Tagesordnung kommt, hat der Bürgermeister aber auch schon Hindernisse ausgemacht: „Wir müssen uns Gedanken machen, wo das überhaupt möglich ist.“ Grund: Bei manchen Straßen könne eine Herabsetzung der erlaubten Höchstgeschwindigkeit indirekt bedeuten, „dass es für eine Sanierung der Fahrbahn keine Fördergelder mehr gibt“. Denn die zahlen Land und Bund nur, wenn die Straße für den innerstädtischen Verkehr wichtig genug ist.

Doch auch so ist die Themenliste noch lang für den Ortsrat: Neben den Volks- und Schützenfesten der kommenden Jahre soll es auch um Springes Herzstück gehen: die Innenstadt. So will die Politik überlegen, wie man nach dem Einbau des neuen Brunnens am Oberntor das Umfeld des Bauwerks ansprechend gestalten kann.

Eine Rolle wird in der Sitzung aber auch die Reinigung der Innenstadt spielen. Bis zu drei städtische Ein-Euro-Kräfte haben sich bislang, mit Besen oder Schaufeln ausgestattet, um das positive Erscheinungsbild der City gekümmert. Doch die Stellen stünden nicht mehr zur Verfügung, bedauert Marock – entweder aus finanziellen Gründen oder wegen Krankheit. „Jetzt müssen wir zusehen, wie wir das machen wollen.“ Nicht aufgeben will er in diesem Zusammenhang auch den jahrelangen Kampf um die Verlegung der Müllabfuhr vom ungeliebten Montag: „Das ist noch nicht aus der Welt.“

Termin der Ortsrats-Sitzung: Mittwoch, 5. September, 18 Uhr, Altes Rathaus.



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