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Neue Steuertechnik kämpft mit Lieferschwierigkeiten / Firma muss Mehrkosten übernehmen

Nachtabschaltung: Änderung erst im Sommer

Springe (zett). Laternen an per Handy – diesem Projekt hatte die Politik im März eine Absage erteilt. Jetzt gilt wieder ein Ratsbeschluss aus dem Dezember – danach sollte zum Jahresbeginn die Wochenend-Nachtabschaltung in Bennigsen, Völksen und Springe an den S-Bahn-Fahrplan angepasst werden. Doch das neue Steuersystem – und damit das ganze Vorhaben – verzögert sich weiter.


Grund: die Technik ist nicht komplett. „Wegen des Wirtschaftsaufschwungs sind wichtige Bauteile nicht lieferbar“, erklärt Gerd Gennat, bei der Stadt zuständig für die Straßenbeleuchtung. Er geht jetzt von einem Start zu Beginn der Sommerferien Ende Juni aus – rund ein halbes Jahr später als ursprünglich geplant. Bis dahin muss die Stadt weiterhin das kostenpflichtige Einschaltsignal für die Laternen von Eon-Avacon aus Gehrden beziehen. „Das zahlt aber die Firma, die die Teile für unser System liefert – weil sie in Verzug ist“, erklärt Gennat.

Zentrales Element der neuen 105 000 Euro teuren Technik ist ein Computer auf dem Gelände des städtischen Betriebshofs. „Dort sind die Zeiten hinterlegt, zu denen die Laternen an- und ausgehen sollen“, erklärt Gennat. Auch Angaben wie die Brenndauer oder Fehlermeldungen werden hier gesammelt.

Gesendet werden sollen die Signale per Funk an die Laternen-Module. „Bei schlechter Witterung kann das schon mal schwieriger werden“, sagt Gennat. Zur Sicherheit können die Schaltimpulse dann noch einmal direkt von Modul zu Modul übertragen werden. Und: Um Hobby-Hacker auszubremsen, ist jede Schalteinheit verschlüsselt. Profitieren von der neuen Technik sollen auch Schützenfeste und andere Feierlichkeiten. Bei ihnen kann die Stadt viel leichter und günstiger die Beleuchtung individuell anpassen.

Den Licht-Kompromiss hatte die Politik Ende des Jahres auch als Reaktion auf einen mutmaßlichen Missbrauchsfall beschlossen, bei dem eine 16-Jährige nachts überfallen worden war.



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