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Nachhilfe für Springer Senioren: Wie fahre ich Bus?

SPRINGE.Nicolas-Peter Mundey, Mobilitätstrainer bei Regiobus, hat auf dem Parkplatz des Schulzentrums Süd gemeinsam mit seinem Kollegen Benjamin Kropp mobilitätseingeschränkten Menschen gezeigt, wie man mit dem Rollator am öffentlichen Nahverkehr teilnehmen kann.

Autor:

Reinhold Krause
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Eingeladen zu dem kostenlosen Aktionsnachmittag hatten Regiobus in Zusammenarbeit mit der Verkehrswacht und dem Sozialverband Deutschland (SoVD). „Sie müssen mit den Vorderrädern ihres Rollators bis an die Einstiegskante des Busses fahren, Griff und Bremshebel zusammendrücken, festhalten und einen leichten Ausfallschritt nach hinten machen“: So hat Nicolas-Peter Mundey eine ältere Dame mit Rollator beim Einsteigen in den Bus angeleitet. Munday ist Mobilitätstrainer bei Regiobus und zeigte jetzt auf dem Parkplatz des Schulzentrums Süd gemeinsam mit seinem Kollegen Benjamin Kropp mobilitätseingeschränkten Menschen, wie man mit dem Rollator am öffentlichen Nahverkehr teilnehmen kann. Eingeladen zu dem kostenlosen Aktionsnachmittag hatten Regiobus in Zusammenarbeit mit der Verkehrswacht und dem Sozialverband Deutschland (SoVD).

Der Höhenunterschied zwischen Bordsteine Buseinstieg ist eine Herausforderung

Für viele, die auf einen Rollator angewiesen sind, bedeute der kleine Höhenunterschied zwischen Buseinstieg und Bordsteinkante schon eine echte Herausforderung, die aber mit ein wenig Geschick und Übung überwunden werden könne, so Mundey. „Den betroffenen Personen mit Tipps und Tricks die Angst davor zu nehmen, ist unser oberstes Anliegen“ erklärte er. Im Bus warten dann leicht zu erreichende Sitze auf die Fahrgäste. Und demonstrierte auch, wie man den Bus am leichtesten wieder verlassen kann..

„Ich hätte mit mehr Resonanz gerechnet“ sagte Heidemarie Köster, Vorsitzende des SoVD-Ortsverbandes Kleiner Deister. Die Anzahl der Frauen und Männer, die an dieser kostenlosen Aktion teilnahmen, blieb überschaubar. „Das liegt auch an den Plätzen wo wir so etwas anbieten“ ergänzt Manfred Breitscheidt, Mobilberater bei der Regiobus.In Pattensen zum Beispiel, am Calenberg-Center, seien sie auf Grund des starken Publikumverkehrs stärker frequentiert, berichtete er. „Hier in Springe liegen wir mit unserer Aktion auf dem OHG-Parkplatz etwas außerhalb der Publikumsströme und auch die Klientel in den Springer Seniorenheimen muss lange Wege in Kauf nehmen, was sie wohl hindert hierher zu kommen“, ist er sich sicher. Doch nicht nur der Buseinstieg mit Rollator hat so seine Tücken. Sichere Teilnahme am Straßenverkehr, Stolperstellen und Unebenheiten im Pflaster, Baumwurzeln und hohe Bordsteine bei Straßenüberquerungen, viele Hindernisse gilt es zu überwinden.

Übungsparcours für Rollatornutzer

Christian Feder von der Verkehrswacht Region Hannover hatte einen Übungsparcours aufgebaut um zu zeigen, wie Rollatornutzer diese Unwegsamkeiten gekonnt meistern können.

Erstmals mit dabei war Sprinti das Rufbus-Angebot der Region Hannover. Gerade für Schwerbehinderte und Rollstuhlfahrer bietet sich hier die Möglichkeit für mehr Mobilität, da alle Sprinti-Fahrzeuge am Heck mit einer mobilen Rampe beziehungsweise Hebebühne ausgestattet sind.

Der bei Sprinti für die Fahrerschulung zuständige Ilja, der seinen Nachnamen nicht in der Zeitung lesen möchte, hatte allerdings an diesem Nachmittag mehr damit zu tun, einige Smartphones für die Rufnutzung einzustellen.

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