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Nachbarschaftszwist um Pferde beschäftigt die Behörden

GESTORF. Ein Nachbarschaftsstreit in Gestorf droht zum Dauerbrenner zu werden: Zum wiederholten Male müssen sich nicht nur die Gerichte mit dem Zwist um das Thema Tierhaltung befassen. Auch die Stadt und die Region haben inzwischen damit zu tun.

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Christian Zett Redaktionsleiter zur Autorenseite

Im Mittelpunkt stehen zwei Nachbarn im Ort: Sie trafen sich bereits im März vor Gericht, weil der eine den anderen beschuldigt hatte, seine Pferde nicht artgerecht zu halten (wir berichteten). Das Veterinäramt rückte zwei Mal an, prüfte die Vorwürfe. Und urteilte: Den Pferden gehe es gut. Stattdessen musste deshalb der 54-jährige Nachbar Andreas Sievers vor Gericht, um sich gegen den strafrechtlich relevanten Vorwurf der falschen Verdächtigung zu wehren. Er blieb bei seinen Vorwürfen, wurde am Amtsgericht aber schließlich freigesprochen. Und versicherte dort auch, sich nicht erneut beim Amtstierarzt über seine Nachbarn zu beschweren.

Die beschuldigten Pferdehalter suchten danach die Öffentlichkeit, zeigten der NDZ ihr Grundstück, um die Vorwürfe zu widerlegen. Hinter den Kulissen tobt der Streit trotzdem weiter: Sievers hat inzwischen einen Anwalt eingeschaltet; er will erneut vor Gericht ziehen – weil er und seine Lebensgefährtin sich unter anderem von Staub und Gerüchen vom Nachbargrundstück belästigt fühlen.

Auch bei der Stadt hat sich der Gestorfer beschwert – dort teilte man ihm aber nicht nur mit, dass auf dem Dorf gewisse Gerüche und Belästigungen nicht zu vermeiden seien. Sondern auch, dass der Streit ohnehin gerichtlich geklärt werden solle und man sich nicht in der Pflicht fühle, sich parallel ebenfalls darum zu kümmern. Daraufhin reichte der Gestorfer eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen die Stadt ein, die bei der Region als zuständige übergeordnete Behörde bearbeitet wird.



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