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Nach der Auszählpanne: Helfer werten Stimmzettel erneut aus

SPRINGE. Das große Zählen hat am Dienstag im Springer Rathaus begonnen. Über 20 Helfer aus der Verwaltung haben sich gemeldet, um die Stimmzettel der Kommunalwahl vom 11. September neu auszuzählen.

Die Konsequenz der Auszählpanne bei der Kommunalwahl: Manfred Schröder (l.) und Karsten Kohlmeyer zählen alle Stimmen noch einmal nach. Foto: Helmbrecht
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Saskia Helmbrecht Redakteurin zur Autorenseite

„Wir haben Helfer aus allen Fachdiensten, um die Belastung gleich zu verteilen“, sagt Karsten Kohlmeyer, stellvertretender Ordnungsamtsleiter.

Dennoch: Kohlmeyer stellt klar, dass bei den Helfern Arbeit liegen bleiben wird. Gestern haben die ersten Mitarbeiter um 9 Uhr angefangen, die Stimmzettel erneut durchzugehen. „Wir zählen den kompletten Tag, versuchen uns aber eine Stunde zu nehmen, um wichtige E-Mails zu beantworten, damit nicht zu viel liegen bleibt“, sagt er.

Zum Hintergrund: In einem der 44 Wahlbezirke haben die Wahlhelfer am Abend der Kommunalwahl auf zwei Stimmzetteln je ein Kreuz für die FDP übersehen. Das würde bedeuten, dass die Liberalen im Rat einen Sitz von den Grünen bekommen müssten. Der FDP war die Zähl-Panne aufgefallen.

„Wenn bei einer so kleinen Stichprobe schon ein so folgenreicher Fehler auftritt, gehen wir lieber auf Nummer sicher“, sagt Kohlmeyer. Die Stadt hat sich aus diesem Grund darauf verständigt, alle 40 000 Stimmen für die Ratswahl noch einmal auszuzählen. Alle Unterlagen wurden sicher im Rathaus verwahrt, der Wahleinspruch musste erst offizielle im Rat beschlossen werden.

Gegen Mittag waren sechs Bezirke ausgezählt. Andreas Konstanski, Annika Dombeck und Manfred Schröder haben mit Kohlmeyer die abgegebenen Stimmen abgehakt. „Ich schätze, dass wir am Mittwoch fertig sein werden.“

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