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Nach den Einbrüchen geht die Polizei in die Offensive

SPRINGE. Neun Einbrüche innerhalb eines Monats – allein durch den November ist die Zahl der Taten im Stadtgebiet dieses Jahr von 31 auf 40 gestiegen. Die Polizei will jetzt in die Offensive gehen und weitet ihr Präventionsangebot aus.

Foto: Daniel Maurer/dpa
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Saskia Helmbrecht Redakteurin zur Autorenseite

Zuletzt schlugen die Täter in Bennigsen (Buchenweg), Springe (Wagnerstraße) und Völksen (Tegeler Straße) zu. Einbrecher versuchten außerdem, sich gewaltsam Zugang zur Gaststätte „Heinrich III“ am Markt zu verschaffen. Vergangene Woche hatte ein Zeuge die Täter bei einem Einbruch in die Parfümerie an der Fünfhausenstraße überrascht. „Vor den Vorfällen verschließen wir nicht die Augen“, sagt Springes Kontaktbeamter Jens Günther. Keine Woche sei zuletzt ohne einen neuen Einbruch vergangen. Zum Vergleich: 2017 hatte die Zahl der Wohnungseinbrüche in Springe deutlich zugenommen: 85 Fälle musste die Polizei vergangenes Jahr bearbeiten. Zum Vergleich: 2016 waren es gerade einmal 44. Stand jetzt: 61 Fälle, die Taten in Pattensen fließen in die Springer Statistik mit ein. „Landesweit gehen die Zahlen zurück, aber je kleinteiliger, desto größer sind die Schwankungen und die sind schwer, vorherzusagen“, so Kripo-Chef Hartmut Retzlaff, der von einer „deutlichen Häufung der Einbrüche im November“ spricht.

Als Retzlaff und Kommissariatschef Christian Krone im März die Kriminalstatistik für 2017 vorgestellt hatten, rechneten beide für dieses Jahr mit weniger Einbrüchen. Immerhin gab es von Mitte Januar bis Anfang März keinen einzigen Vorfall – dabei schlagen die Täter sonst sogar vermehrt in der dunklen Jahreszeit zu.

„Wir arbeiten jetzt daran, dass es nicht mehr Einbrüche gibt“, kündigt Günther an. Um die Springer zu sensibilisieren, will die Polizei in den kommenden Wochen verstärkt auf ihr Präventionsangebot aufmerksam machen. „Es ist natürlich immer eine Reaktion auf das, was gerade passiert“, so Günther. Er betont: „Wir brauchen die Hinweise der Bürger.“ Wer etwas Verdächtiges beobachtet hat, solle sich umgehend melden und sich nicht scheuen, Kontakt mit den Beamten aufzunehmen. „Abgebügelt“ werde niemand. Günther hat zusätzlich die im Frühjahr ausgebildeten 18 Seniorensicherheitsberater eingeschaltet. Sie sollen in ihren Orten auf Einbruchsprävention hinweisen. „Außerdem fahren wir vermehrt Streife“, sagt Einsatzdienstleiter Lutz Fricke. „Wir haben festgestellt, dass es dankbar angenommen wird, dass wir gerade viel unterwegs sind.“



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