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„Deutsche Messe“ von Franz Schubert in der Gestorfer Kirche / Gäste aus Soßmar/Bierbergen

Musikalischer Leckerbissen mit Chor und Orgel

Gestorf (vob). Einen musikalischen Leckerbissen bekamen die Gäste jetzt bei der Aufführung der „Deutschen Messe“ von Franz Schubert in der Gestorfer Kirche geboten. In dem vollbesetzten Gottes-haus waren als Protagonisten der Kirchenchor aus Soß-mar/Bierbergen sowie Musikstudent Timm Ossenkopp aus Elze an der Orgel zu Gast.

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Die „Deutsche Messe“ ist ein geistliches Musikwerk aus dem Jahr 1826. Ihren Namen trägt sie aufgrund der für die damalige Zeit ungewöhnlichen Verwendung der deutschen Landessprache bei geistlichen Werken.

Anfänglich wurde Schuberts Werk aus diesem Grunde, wie auch wegen der freien Übertragung des liturgischen Textes weitgehend abgelehnt und erhielt erst wirkliche Popularität gegen Beginn des 20. Jahrhunderts, als die deutschen Bet- und Singmessen starke Verbreitung erfuhren. Die „Deutsche Messe“ ist geprägt durch ihre eingängige melodische Gestaltung und einer gleichmäßigen rhythmischen Struktur. Die acht Teile erinnern stark an Gemeindegesänge und verraten die besondere Verbundenheit des Komponisten mit dem klassischen Lied. Während bei den lateinischen Texten des katholischen Ritus vor allem der Lobpreis Gottes im Vordergrund steht, rücken die Texte der „Deutschen Messe“ eher irdische Alltagsnöte der Menschen in den Vordergrund.

Die Gäste aus Soßmar/Bierbergen begeisterten die Besucher des Konzertes mit ihrer Darbietung und mussten zwei Zugaben improvisieren. Der Kirchenchor besteht seit 1992 und wird geführt durch Chorleiter Gerhard Hummer. Die Sängergemeinschaft besteht aus 35 hoch motivierten Aktiven und pflegt neben klassischen Stücken auch ein internationales Repertoire mit sowohl geistlichen als auch weltlichen Liedern.

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Zum Geburtstag der Dölling-Orgel

Timm Ossenkopp, der die Chordarbietungen an der Orgel begleitete und die „Deutsche Messe“ mit Musik von Joseph Gabriel Rheinberger einrahmte, machte mit seiner leidenschaftlichen musikalischen Inszenierung der Waldemar-Dölling-Orgel alle Ehre.

Die am 1. Dezember 2007 nach ihrer Renovierung neu eingeweihte Orgel feiert in diesem Jahr ihren 125. Geburtstag.

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