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Mondfinsternis: So kann man in Springe gut gucken

SPRINGE. Sie wird die Längste das Jahrhunderts: 102 Minuten und 56 Sekunden dauert die Mondfinsternis, die am Freitag zu sehen sein wird, in Springe.

Andreas Zierke während der Himmelsbobachtung vor seinem Teleskop. ARCHIVFOTO: MISCHER
Mischer

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Ralf T. Mischer Redakteur zur Autorenseite

Und die Beobachtungsbedingungen in Springe sind recht gut, sagt Sternenfotograf Andreas Zirke, der das Naturphänomen mit einer professionellen Kameraausrüstung festhalten wird.

Das Himmelereignis beginnt am Deister genau um 21.30 Uhr, dann startet die totale Finsternis; die totale Verdunkelung tritt allerdings erst um 22.21 Uhr auf. Danach wird es langsam wieder heller, bis um 23.13 Uhr die totale Mondfinsternis endet, der Mond wieder ein Stück aus dem Erdschatten heraustritt.

Eigentlich sind alle Bedingungen ideal: Es sind Schulferien, es ist Freitagabend und die Meteorologen sagen für Springe beste Beobachtungsbedingungen voraus. Aber das meiste ereignet sich sehr tief am Horizont: Wer vor einem großen Gebäude oder vor einem Berg steht, sieht also im schlechtesten Fall gar nichts.

Zirke rät, sich an eine Position zu stellen, auf der man freie Sicht auf den Himmel hat – auf den gesamten Himmel mitsamt Horizont. Denn weite Teile des Naturschauspiels finden sogar unterhalb des Horizonts statt, wie etwa der Eintritt des Mondes in den Schatten der Erde oder der Beginn der partiellen Finsternis.

Wenn man einen Platz gefunden hat, von dem aus die Sicht gut ist, rät Zirke, einen Liegestuhl für die Beobachtung zu nutzen – weil der das Gesicht auf optimale Sichthöhe bringt. „Eigentlich braucht man nicht mehr als ein Fernglas“, sagt der Hobby-Astronom aus Völksen. Denn, im Gegensatz zu einer Sonnenfinsternis, bei der man die Augen vor den Strahlen schützen muss, kann man eine Mondfinsternis auch mit bloßem Auge beobachten. Natürlich nur, wenn man in die richtige Richtung schaut, „freier Blick Richtung Südost“ ist dafür eine Voraussetzung.

Zirke freut sich schon auf die Phase der kompletten Verdunkelung des Mondes, wenn der Himmelstrabant in rotes Licht getaucht wird. Dann will er mit seinem 200 Millimeter-Tele-Objektiv beeindruckende Fotos von der Finsternis machen – beobachtet von Völksen aus.

Wer sich denn selbst auf die Mond-Pirsch begibt, der bekommt sogar noch eine Belohnung oben drauf. Zirke: „Auch der Mars ist derzeit der Erde sehr nah und ist mit bloßem Auge gut als orange-roter Punkt unterhalb des Mondes zu erkennen.“



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