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NDZ-Serie zur Europawahl: Bernd Lange (SPD) will Klimaschutz fördern

Mit Vollgas und vielen Visionen auf dem Motorrad nach Brüssel

Springe (jemi). Bernd Lange spricht gerne über seine politischen Vorstellungen – entsprächen sie doch auch seiner persönlichen Überzeugung. Und einige Ziele habe er in seiner politischen Laufbahn auch schon umsetzen können, betont der 54-Jährige: „Bei der aktuellen Abgas-Gesetzgebung hab ich meine Finger beispielsweise entscheidend im Spiel gehabt“, erzählt Lange, der sich selbst als „Vollblut-Niedersachse“ beschreibt.

Im Gespräch mit Redakteurin Jennifer Minke.

Saubere Luft und Naturschutz sind seine zentrale Themen. Für eine umweltfreundlichere Autoproduktion wolle er sich einsetzen, sagt er. Weil gerade die Umwelt- und Wirtschaftspolitik immer stärker im europäischen Parlament gemacht werde, will er nach Brüssel zurück. Von 1994 bis 2004 war er bereits dort. Nach einem „Lehrjahr“ hatte er sich ein wichtiges Netzwerk gesponnen, das für die Umsetzung seiner Visionen unerlässlich war.

Der Blick über den niedersächsischen Tellerrand sei ihm wichtig. Die Europawahlen entscheiden über Verbraucherschutz und über soziale Gerechtigkeit — „auch in Springe“, betont der Familienvater. Wenn er erneut ins Europäische Parlament gewählt wird, möchte er sich besonders für die Stärkung der Arbeitnehmerrechte einsetzen. Lohn- und Sozialdumping wolle er unbedingt in Zukunft verhindern.

Neben der politischen Arbeit, die nicht nur jetzt kurz vor der Wahl mehr Zeit als alles andere einnimmt, hat Lange viele Hobbys – zum Beispiel das Motorradfahren. Seine BMW ist sein Jahrgang: „Einige behaupten, sie habe sich besser gehalten als ich. Das Motorrad wird auch gut gepflegt und wurde bereits lackiert“, verrät der ehemalige Studienrat lachend. Mit seiner „Motorrad-Gang“, wie er sagt, ist er regelmäßig auf großen Touren in der ganzen Welt unterwegs, zum Beispiel in Kanada. Auch sein SPD-Parteifreund und Fraktionschef im Bundestag, Peter Struck, gehört dazu.

Bernd Lange ist gern im Grünen. Er will zwar die Wirtschaft ankurbeln, aber nicht zu Lasten der Umwelt. Fotos: jemi/ric

Langes Leidenschaft für motorisierte Fahrzeuge ist leicht zu erklären. Schon früh wurde der Herbert-Grönemeyer-Fan mit Autos und Motorrädern konfrontiert.

Lange wurde auf einer Tankstelle groß

Seine Eltern führten im Landkreis Friesland eine eigene Tankstelle mit Werkstatt. Den Wunsch seiner Eltern, die Tankstelle zu übernehmen, erfüllte Lange ihnen nicht. „Mit 17 Jahren, in der zwölften Klasse, begann ich langsam, aber sicher über das Leben und seinen Sinn nachzudenken“, blickt der SPD-Politiker zurück – mit dem Ergebnis, dass er schon als Schüler in die SPD eintrat.

Schafft es Lange nach Brüssel, könnte ihm die zehnjährige Erfahrung im europäischen Parlament den Einstieg in die Arbeit erleichtern. Seine Chancen stehen nicht schlecht – Platz 6 auf der Bundesliste gilt nach den Erfahrungen der Vorjahre als „sicher“.



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