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Zeigt her eure Einkäufe – die NDZ schaut Springern nach dem Böllereinkauf in die Tüten

Mit Licht und Krach ins neue Jahr

Springe (ric/ger). Einmal im Jahr, da sind wir alle Waldmenschen. Klingt komisch, ist aber so – zumindest was die lateinische Herkunft des Wortes Silvester (von „silva“, Wald“) angeht. Und damit der Jahreswechsel eine rundum gelungene Sache wird, veröffentlichen wir heute ein paar Tipps und Infos.

Raketen, Batterien und Fontänen: Phillip Dietrich hat sich mit seinem Vater und seiner Schwester eingedeckt. In der Silvesternac

Ordnung muss sein

Schon vor Weihnachten haben die Läden in Springe Feuerwerkskörper en masse eingelagert. Klar, dass dabei strenge Sicherheitsvorschriften einzuhalten sind. „Das haben wir in den vergangenen Tagen gründlich überwacht“, sagt Karsten Kohlmeyer, stellvertretender Ordnungsamtsleiter. Für den Jahreswechsel hofft er auf die Vernunft der Menschen. „Leider halten sich nicht alle Leute beim Böllern an die gesetzlichen Bestimmungen“, weiß er. Während allerdings in Nachbarstädten wie Hameln in der Altstadt ein Feuerwerksverbot gilt, gibt es das in Springe nicht. Vorsicht sei dennoch geboten – gerade in Bereichen wie dem Marktplatz.

Die Helfer in der Not

Für die ehrenamtlichen Feuerwehrleute im Stadtgebiet sowie für den DRK-Rettungsdienst bedeutet die Silvesternacht traditionell höchste Anspannung. Zu einem Problem könnten sich in diesem Jahr Schnee und Eis entwickeln. Die Springer Feuerwehr bittet ausdrücklich darum, Hydranten zu räumen und zugänglich zu halten. „Eine schnelle, gesicherte Wasserversorgung kann entscheidend zum Löscherfolg beitragen“, bemerkt Sprecher Torsten Baxmann – Hydranten zu suchen koste im Ernstfall wertvolle Zeit. Im Klinikum rechnen die Mitarbeiter vor allem mit chirurgischen Notfällen – so wie im vergangenen Jahr, als sich die Springer bei Glatteis reihenweise auf die Nase legten. „Schon jetzt ist das Haus ziemlich voll deswegen“, berichtet Dr. Egbert Schaefer, Chef der Medizinischen Klinik.

Im OP arbeitete ein Bereitschaftsdienst, die Versorgung der Patienten sei sichergestellt – auch wenn durch Sanierungsmaßnahmen gerade einige Zimmer geschlossen sind, versichert der Chefarzt.

Die Knaller-Kracher

Wenn schon knallen, dann richtig: Damit bei den erwarteten minus 6 Grad in der Silvesternacht niemandem die Hände einfrieren, hat Uwe Niedergesäß vom Hagebau-markt einen Tipp: „Verbundbatterien nehmen, die muss man nur einmal anzünden.“ Die seien in diesem Jahr der absolute Kracher. Das Feuerwerk hat germanische Wurzeln – damit sollten „böse Geister“ vertrieben werden.

Die Knaller-Alternative

Der Wunsch nach Vergnügen sei zwar zu verstehen, dennoch gebe es Alternativen zum hemmungslosen Böllern, sagt Pastor Markus Lesinski. „Vielleicht sollte man sich überlegen, statt 50 nur 20 Euro in die Luft zu jagen – und sich ansonsten anderweitig engagieren.“ So ruft die Diakonie wieder dazu auf, Geld für „Brot für die Welt“ zu spenden. Wenn nur ein Teil der bundesweit in Knallkörper investierten 100 Millionen Euro für den guten Zweck gegeben werde, könne damit Menschen in Afrika, Asien und Lateinamerika, die gar nichts haben, das Leben erleichtert werden, appelliert Diakonievorstand Uwe Kollmann. Das geht heute auch ganz zeitgemäß per SMS mit dem Stichwort „Brot“ an die 81190 – mit der nächsten Rechnung werden dann 5 Euro abgebucht.

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