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Nach dem Hochwasser: Kontrollen in Holtensen sollen in dieser Woche abgeschlossen werden

Mit der Kamera durch die Problem-Kanäle

Holtensen. Der Schnee ist weg – die Arbeit bleibt. Mehr als zwei Wochen nach dem Hochwasser hat die Stadt in Holtensen mit der Überprüfung des Kanalnetzes begonnen. Nach Angaben des städtischen Baufachbereichsleiters Hermann Aden identifizierte eine externe Firma dabei bereits die ersten fehlerhaften Hausanschlüsse.

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Christian Zett Redaktionsleiter zur Autorenseite

Im Mittelpunkt der Arbeiten steht die Suche nach fälschlicherweise in den Schmutzwasserkanal eingeleitetem Regen- und Grundwasser. Nach den Problemen, die die Stadt zu Jahresbeginn in Holtensen hatte, „ist die Frage aber nicht, ob wir Fehler finden, sondern wo“, erklärte Aden gestern. Zwei Tage lang hat das Unternehmen aus Hannover, das mit der Stadt Springe einen Vertrag für solche Arbeiten hat, bereits per Kamerafahrt das Holtenser Kanalnetz genau untersucht. Die letztendliche Auswertung der Bilder werde noch einige Zeit in Anspruch nehmen, so Aden. Fest stehe aber bereits, dass der erst vor ein paar Jahren sanierte Kanalteil der Stadt „in einem Top-Zustand“ sei. Dagegen seien den Arbeitern bereits mehrere Hausanschlüsse aufgefallen, aus denen unkontrolliert Wasser laufe.

Diese Fehleinleitungen, vermutet die Stadt, führen zu einer übermäßigen Belastung des Kanals, der im Falle eines Starkregens dann zu schnell vollläuft. Über die Ursachen kann die Stadt zunächst nur spekulieren – eine böse Absicht seitens der Grundstückseigentümer hält Aden aber für unwahrscheinlich. Möglich sei, dass es sich etwa um ein falsch angeschlossenes Rohr oder um veraltete, defekte Wasserleitungen handele.

Die Kontrollen sollen noch in dieser Woche mit einem dritten Arbeitstag abgeschlossen werden. Wenn die metergenaue Analyse der Fremdfirma vorliegt, will die Stadt zunächst die betroffenen Holtenser informieren. Je nach dem, an welcher Stelle der Hausanschluss einen Fehler vorweist, muss dann der Grundstückseigentümer oder aber die Stadt für die Beseitigung des Problems aufkommen. Bis es jedoch soweit ist, können noch Wochen vergehen, sagt Aden: „Das Thema wird uns zunächst einmal noch bis ins Frühjahr hinein beschäftigen.“

Starke Regenfälle, verbunden mit dem einsetzenden Tauwetter, hatten Anwohnern, Feuerwehr und städtischen Mitarbeitern ab dem 6. Januar zusehends Probleme bereitet. Die Kläranlagen arbeiteten auf Hochtouren – außerdem standen vor allem im südlichen Stadtgebiet zahlreiche Felder und Grundstücke unter Wasser.



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