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Mit der Beute auf den Markt: Dreiste Bärlauch-Diebe im Springer Stadtforst unterwegs

SPRINGE. Die Bärlauch-Saison ist eigentlich schon beendet. Bei der Mitgliederversammlung der Jagdgenossenschaft Springe war das würzige Kraut jetzt dennoch Thema – Diebe haben es im Springer Forst immer wieder auf die Pflanzen abgesehen, erklärte Bernd Gallas, Stadtförster und Vorsitzender der Jagdgenossenschaft.

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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite
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„Das ist schon seit einigen Jahren ein Problem“, sagt er. Die Diebe würden oft schon kommen, bevor die grünen Blätter aus dem Boden wachsen: „Sie wissen, wo der Bärlauch wachsen wird, kommen im Februar und graben Zigtausende Zwiebeln aus“, so Gallas. Die Bärlauch-Zwiebeln würden dann paarweise eingetopft und auf Wochenmärkten verkauft – ein einträgliches Geschäft.

Finanziell sei der Schaden für die Forst nicht besonders groß, Bärlauch wuchert schließlich geradezu im Deister. „Es ist ein indirekter Schaden“, sagt Gallas, die Diebe gingen an empfindlichen Stellen des Waldes zu Werke und sorgten für eine „Beunruhigung der Natur – das wollen wir nicht“. Die Polizei habe die Gebiete im Blick, so Gallas, ganz verhindern ließen sich die Diebstähle aber nicht.

Sich während der Saison mit wild wachsendem Bärlauch für den Eigenbedarf einzudecken ist übrigens nicht verboten, sagt Gallas: Bei einem Waldspaziergang einen Handstrauß zu pflücken, sei erlaubt. „Aber nur die Blätter, das Ausgraben der ganzen Pflanze ist verboten.“

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