weather-image
10°

Mit dem Esel in die Kirche: Krippenspiel mit lebenden Tieren

BOITZUM/WITTENBURG. Es gibt sie seit 1997, die Laienspieler der Theatergruppe „Übern Berg“ aus dem Ortsteil Boitzum. Dieses Jahr feiert sie ihr 20-jähriges Bestehen.

Maria und Josef an der Krippe mit den Hirten: Anders als bei vielen Krippenspielen, sind bei dieser Aufführung lebendige Tiere miteinbezogen.FOTO: KRAUSE

Autor:

Reinhold Krause

Das Ensemble ist zwar nicht ganz so bekannt wie sein Pendant von der Bergbühne aus Lüdersen, doch Jahr für Jahr begeistern die Aktiven in der Vorweihnachtszeit die Besucher mit ihrer Inszenierung des Krippenspiels. Das Besondere daran? Es ist eine Aufführung mit lebenden Tieren. Und das hat Tradition.

1998 in einer Scheune in Boitzum uraufgeführt, wurde der Spielort bis 2010 beibehalten. 2011 zogen die Laienspieler um. Die Westkirche der Wittenberger Klosterkirche wurde ihr neues Domizil für das Krippenspiel. Jedes Jahr am zweiten Adventswochenende finden die Aufführungen statt. Etwa 250 Zuschauer sahen in diesem Jahr an beiden Tagen die szenische Aufbereitung der Geschichte um die Geburt Jesu. Warm angezogen oder in Decken gehüllt, saßen die Besucher in der nicht beheizbaren Kirche und sahen ein wahrlich lebendiges Krippenspiel.

Fast 40 Akteure nutzten die Kirchenfläche als ihre Bühne und die Zuschauer saßen nicht nur dabei, sondern fast mittendrin. Ein Esel, drei Ponys, zwei Schafe und ein Hund waren lebendiger Bestandteil der Aufführung. Die Bühnenfläche und Wände waren nur sparsam ausstaffiert, sorgten aber trotzdem für den passenden Rahmen. Viele Rollen sind seit Anbeginn in festen Händen.

In sieben Szenen haben die Laienspieler die Geschichte aufgesplittet, jede fast in sich abgeschlossen. Und zwischendurch immer wieder Lucas der Erzähler, dargestellt vom Vereinsvize Edgar Martin. Stets dabei drei Kinder, die ihm interessiert zuhörten und auch Fragen stellten.

Thorsten Nebe, Vorsitzender der Laienspielgruppe, gefiel in der Rolle des König Herodes. Sabrina Lücke und Bruno Hartmann verkörperten die Rolle der Maria und Josef und stellten die teils ärmlichen Verhältnisse der damaligen Zeit gekonnt dar. Mit dem Esel an ihrer Seite wussten sie zu überzeugen, ebenso die Gruppe der Hirten. Deren Schafe fristeten ihr kärgliches Dasein im Stall nebenan.

Caspar, Melchior und Balthasar, die Heiligen Drei Könige, dargestellt von Torsten Tidow, Ludwig Mellin und Henning Martin, überzeugten durch ihr gekonntes Rollenspiel – immer im Gefolge ihre drei Ponys, die ruhig alles über sich ergehen ließen. Wohltuend die Auftritte der Engelsschar. Ob mit Gesang auf der Empore oder mit Kerzen die Treppe herabschreitend, sie gaben der Aufführung ein himmlisches Ambiente.

Vor zwanzig Jahren mit etwa 30 Mitgliedern gestartet, ist die Theatergruppe heute mit rund 60 Laienschauspielern aus dem Dunstbereich der Klosterkirche Wittenburg kaum wegzudenken.

Der Name „Übern Berg“ entstand damals, weil die Mitglieder aus den umherliegenden Ortschaften durch einen Hügel landschaftlich getrennt sind. Technik und Requisite sind in all den Jahren erweitert und angepasst worden. Der Erlös aus dem Eintritt geht in diesem Jahr an die DRK-Kindertagesstätte in Holtensen und ist für deren Krippenkinder bestimmt.



Anzeige
Weiterführende Artikel
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    Telefon: 05041 - 78932
    E-Mail: redaktion@ndz.de
    Anzeigen
    Telefon: 05041 - 78910
    Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
    Abo-Service
    Telefon: 05041 - 78921
    E-Mail: vertrieb@ndz.de
    Abo-Angebote: Aboshop

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt