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Mit 69 Jahren zu alt zum Autofahren?

SPRINGE. Weil er ein Auto beschädigt hatte und geflüchtet war, stand ein 69-jähriger Springer vor dem Amtsgericht. Die Schramme war beim Rangieren auf einem Parkplatz entstanden.

Foto: Archiv

Autor:

Anne Brinkmann-Thies

Vor Gericht sagte der Rentner: „Ich habe von dem Geschehen überhaupt nichts gemerkt.“ Kurz nach dem Unfall, der sich im April vor dem städtischen Bauamt ereignet hatte, stand die Polizei jedoch vor seiner Tür und begutachtete seinen Wagen. Erst da habe er die Schramme an seinem Auto gesehen. „Ich war ganz von den Socken. Da war klar, dass etwas passiert sein musste“, sagte der Mann.

Der Angeklagte legte Einspruch ein gegen den Strafbefehl für die Unfallflucht mit einer Geldauflage von 600 Euro und die Führerschein-Sperre für acht Monate. Ein Gutachten ergab allerdings: Das Entlangschrammen an dem anderen Fahrzeug hätte sowohl akustisch als auch taktil wahrgenommen werden müssen.

Dass der 69-Jährige vehement bestritt, etwas bemerkt zu haben, veranlasste die Strafrichterin zu der Frage: „Sind Sie überhaupt geeignet, ein Fahrzeug zu führen?“Der Rentner entgegnete, er fahre seit 30 Jahren unfallfrei und sei auch beruflich viel mit dem Auto unterwegs gewesen. Darauf die Richterin: „Wenn Sie aber das Anstoßen im April überhaupt nicht wahrgenommen haben, dann dürften Sie eben jetzt nicht mehr Auto fahren.“ Nach Rücksprache mit seinem Verteidiger nahm der 69-Jährige den Einspruch zurück.

Der Springer muss 600 Euro zahlen. Seinen Führerschein, bekommt er aber zurück.



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