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Nachmittagsangebote für Otto-Hahn-Gymnasium und Grundschule am Ebersberg ab Sommer

Ministerin gibt grünes Licht für Ganztagsschulen

Springe (mf). Das Otto-Hahn-Gymnasium und die Grundschule am Ebersberg werden in diesem Sommer zu offenen Ganztagsschulen. Das hat Kultusministerin Elisabeth Heister-Neumann gestern mitgeteilt.


„Ich bin froh, dass Springe dabei ist“, sagte die heimische Landtagsabgeordnete Gabriela Kohlenberg (CDU), nachdem am Morgen bekannt geworden war, dass weitere 220 Schulen in Niedersachsen zum Unterrichtsjahr 2009/2010 eine Ganztagsbetreuung anbieten dürfen. Obwohl die Schulen in ihren Anträgen auf zusätzliche Landesmittel verzichtet haben, sollen sie nach Ankündigung der Ministerin eine sogenannte Grundausstattung erhalten, um Nachmittagsangebote einrichten zu können. Für OHG und Ebersberg-Grundschule bedeutet das jeweils zweieinhalb Lehrerstunden zusätzlich pro Klasse. Diese sollen nach Angaben der beiden Schulleiter „kapitalisiert“ werden. Das bedeutet: Die Schulen können zusätzliche Lehrer einstellen oder das Geld für Kooperationen mit anderen Partnern einsetzen.

„Das ist heute ein ganz großer Schritt für uns“, sagte OHG-Direktor Carl-Clemens Andresen gegenüber der NDZ. Weil in immer mehr Familien beide Elternteile berufstätig seien, gebe es einen steigenden Bedarf an Ganztagsbetreuung.

Das OHG wird diese zunächst im fünften Jahrgang einführen. Andresen rechnet damit, dass bis zu ein Viertel der schätzungsweise 150 Fünftklässler von dem Angebot Gebrauch machen wird. Eine Betreuung soll nach seinen Worten bis mindestens 15.30 Uhr garantiert werden.

In der Grundschule am Ebersberg, wo die Ganztagsbetreuung für die dritten und vierten Klassen eingeführt werden soll, hat Rektorin Yvonne Pape den voraussichtlichen Bedarf bei einer Elternbefragung ermittelt. Danach haben 40 Eltern grundsätzliches Interesse bekundet, ihr Kind bis in die Nachmittagsstunden betreuen zu lassen.

Weil sich OHG Nord und Grundschule am Ebersberg unter einem Dach befinden, wollen sich beide Schulen eine gemeinsame Mensa teilen. Dazu soll ein Klassenzimmer des Gymnasiums umgebaut werden. Andresen will mit der Lebenshilfe Springe, die in ihrer Tagesstätte eine eigene Küche betreibt, über Essenslieferungen verhandeln.

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