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Im Dunkeln auf dem Heimweg aufgelauert / Parallelen zu Missbrauchsfall vom Oktober

Messer gezückt: Mann greift 19-Jährige an

Springe (zett). Mit einem Messer bedrohte ein unbekannter Mann in der Nacht zu Sonnabend eine 19-jährige Springerin. Wie die Polizei erst gestern mitteilte, war das mutmaßliche Opfer um 1.30 Uhr mit der S-Bahn aus Hannover gekommen und wollte per Fahrrad zu ihrer Wohnung in der Warener Straße fahren. Kurz vor der Einmündung der Warener Straße in die Adolf-Reichwein-Straße ergriff ein Mann ihren Arm und hielt sie fest.


Als die 19-Jährige aufschrie, bedrohte der Unbekannte sie mit dem Messer und ließ erst von ihr ab, als den Beiden Momente später ein Taxi entgegen kam. Laut Polizei war der mutmaßliche Täter etwa 40 bis 50 Jahre alt und 1,80 bis 1,90 Meter groß. Bekleidet war er demnach mit einem dunklen Kapuzenpulli, die Kapuze hatte er über den Kopf gezogen. Darüber trug er eine dunkle Jacke, die einer Regenjacke ähnelte und bis über das Gesäß reichte. Er sprach hochdeutsch.

Erst Mitte Oktober hatte es nur wenige Straßen weiter einen ähnlichen Fall gegeben. Damals hatte ein älterer Mann, der ebenfalls akzentfreies Deutsch sprach, eine 16-Jährige mit einem Messer überfallen und sie zu sexuellen Handlungen gezwungen. Tatort war damals die Ecke Kurzer Ging/Brandenburger Straße. Die junge Frau hatte sich ebenfalls auf dem Heimweg befunden, als sie der Unbekannte ansprach, wieder entfernt – und plötzlich hinter ihr war, ein Messer gezückt, sie hinter ein Transformatorenhäuschen zieht, dort missbraucht. Trotz umfangreicher Ermittlungen gibt es bis heute keine Spur von dem Täter, den die 16-Jährige als etwa 60 Jahre alt und circa 1,80 Meter groß beschrieb.

Der Vorfall hatte eine Debatte über die Nachtabschaltung der Straßenlaternen ausgelöst – auch die Tat vom Sonnabend geschah offenbar zu einer Zeit, als die Beleuchtung schon aus war. Schon seit Monaten wartet die Stadt wie berichtet auf Bauteile für die Laternenschaltung. Weil sie aber fehlen, konnte der Betrieb der Straßenbeleuchtung bisher nicht wie geplant den Ankunftszeiten der S-Bahn angepasst werden.

Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizei Springe, 05041/94290, zu melden.

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