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Gründungsversammlung der Altenhägener Genossenschaft am 26. April

Meilenstein für das Dorf-Kultur-Erbe

Altenhagen I. Es ist still geworden um das Genossenschaftsprojekt „Dorf-Kultur-Erbe“ in Altenhagen I. Die Zeit haben die Aktiven um die Initiatoren Andreas Baenisch und Michael Whelan jedoch genutzt – am 26. April soll die Gründungsversammlung stattfinden. Der Eröffnungstermin ist für den Spätsommer vorgesehen.

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von mira colic

„Damit setzen wir jetzt den ersten Meilenstein“, sagt Baenisch stolz. In dieser Woche sollen die Einladungen rausgehen – persönliche an alle, die Anteile gezeichnet haben; allgemeine an die restlichen Altenhägener.

Bis gestern hatte die Initiative 650 Anteile verkauft. Damit sei das angestrebte Ziel von 900 zwar noch nicht erreicht, aber für den Start reiche es. So könne das Gebäude an der Spiegelberger Straße für 27 500 Euro gekauft und saniert werden. „Sollte es erst einmal bei der Menge bleiben, müssten wir Abstriche bei der Einrichtung machen“, so Baenisch.

Auch die letzte Unwägbarkeit – ein Nachbar hatte Klage beim Amtsgericht eingereicht – ist vom Tisch. „Wir haben uns zur Zufriedenheit aller einigen können“, so Baenisch, „und ich glaube, dass auch die Diskussion um den Standort beendet ist.“ Er könne verstehen, dass es Leute gebe, die angesichts der langen Zeitdauer an der Umsetzung des Projekts gezweifelt haben. „Aber wir haben die Monate genutzt, um das Konzept in den Gruppen auf sichere Beine zu stellen, und dafür danken wir allen Beteiligten.“

Der Weg hätte auch ein anderer sein können: „Wir hätten bereits mit zehn Leuten die Genossenschaft gründen und dann auf Mitgliedergewinnung gehen können, das wollten wir aber nicht“, sagt Whelan.

Auf der Versammlung am 26. April um 18 Uhr (der Ort wird noch bekannt gegeben) sollen die Mitglieder, die an diesem Tag offiziell beitreten, den Vorstand sowie den Aufsichtsrat als Kontrollinstanz wählen. „Wir geben zwar noch keine Namen bekannt, aber aus unserer Mitte haben bereits einige ihre Bereitschaft signalisiert, für diese Posten zu kandidieren“, erklärt Baenisch. Wer zu diesem Termin nicht kommen kann, hat die Möglichkeit, eine Vollmacht auszustellen oder auch noch im Nachhinein beizutreten.

Bereits am nächsten Sonnabend kommen die Bauhelfer zu einer Entrümplungsaktion zusammen. Dabei soll die erste Etage, die Lagerräume und Büro beherbergen soll, von Hinterlassenschaften wie Sofas, Farbeimern und alten Computern befreit werden. „Das ist auch ein schönes Zeichen für den Ort, dass sich endlich etwas tut“, sagt Ursula Ochodlo. Im Erdgeschoss hingegen wird komplett saniert, ein Durchbruch soll entstehen, die sanitären Einrichtungen erneuert und die Treppe verbreitert werden. „Die Handwerker stehen Gewehr bei Fuß und warten nur auf unser Startzeichen“, sagt Whelan.

Café und Kneipe bieten 36 Sitzplätze und sollen auch für geschlossene Gesellschaften zur Verfügung stehen. In den vergangenen Wochen war das „Dorf-Kultur-Erbe“ bereits mittwochs bis freitags abends geöffnet. „Das Angebot ist sehr gut angenommen worden“, freut sich Baenisch.

Ein Aspekt, über den der Vorstand dann noch zu beraten hat, sind die Mitarbeiter im Dorfladen und Kneipe. „Uns wurde davon abgeraten, nur Ehrenamtliche zu beschäftigen, weil irgendwann die Bereitschaft zur Mitarbeit einfach nachlässt“, erklärt Peter Bitomsky. Aus diesem Grund sei ein Mischsystem mit bezahlten Kräften geplant.



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