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Mehr Notfälle in Springe: Region weitet Rettungsdienst aus

SPRINGE. Ob Hilfe nach einem Sturz oder Erstversorgung bei einem akuten Herzanfall: Wenn der DRK-Rettungsdienst ausrückt, muss es schnell gehen. Weil es in Springe aber immer mehr Notfälle gibt, werden die Einsatzzeiten in Springe ausgeweitet.

Kommt es wie hier bei Völksen zu einem Unfall, zählt jede Sekunde – darauf reagiert die Region jetzt. Foto: Dittrich
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Saskia Helmbrecht Redakteurin zur Autorenseite

Ab dem 1. Januar 2017 werden zwei Rettungswagen sieben Tage in der Woche rund um die Uhr bereit stehen.

Bisher wurde lediglich ein Wagen für die Notfallrettung 24 Stunden vorgehalten, das zweite Fahrzeug nur zeitabhängig, montags bis freitags von 7 bis 23 Uhr, sonnabends von 7 bis 24 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen von 0 bis 23 Uhr. Jetzt hat der Regionsausschuss die Fortschreibung des Bedarfsplans Rettungsdienst beschlossen, der vorsieht, ab kommendem Jahr zwei Rettungswagen dauerhaft zu stationieren. „Dies führt zu einer wöchentlichen Mehrvorhaltung in der Notfallrettung in Springe von 48 Wochenstunden“, erklärt Regions-Sprecherin Carmen Pförtner. Die Region ist Träger des Rettungsdienstbereiches.

Durch die älter werdende Bevölkerung – ein Großteil der Hilferufenden sind älter als 60 Jahre – erhöhen sich die Einsatzzahlen in der Notfallrettung. 2011 wurde der Bedarfsplan das letzte Mal angepasst, die Region sah dringenden Handlungsbedarf. „Um die Menschen überall schnell zu erreichen, müssen wir die dafür nötigen Bedingen schaffen“, erklärte Cora Hermenau, Dezernentin für öffentliche Sicherheit und Gesundheit der Region Hannover.

Das Gesetz schreibt vor, dass der Rettungswagen in 95 Prozent aller Fälle innerhalb von 15 Minuten am Einsatzort eintreffen muss und dass die Wartezeit auf einen Krankentransport in der Regel nicht länger als 30 Minuten dauern sollte. Um die Vorgaben weiterhin zu erfüllen, musste der Bedarf neu bemessen werden. „Unsere Fahrzeiten haben sich auch dadurch geändert, weil wir jetzt vermehrt das Krankenhaus in Gehrden anfahren“, sagt Robert Bandl, Betriebsleiter der Rettungswache in Springe.

Derzeit arbeiten in Springe 20 hauptamtliche Mitarbeiter, sechs Auszubildende zum Rettungssanitäter und mehrere, nebenberuflich Tätige. Mit der Ausweitung der Notfallrettung werden außerdem zum 1. Januar ein bis zwei neue Mitarbeiter eingestellt. „Die Zeiten verändern sich. Es gibt viele ältere Springer und wir haben einige Pflegeheime, da kommt es zu mehr Einsätzen“, so Brandl. Mit der 24-Stunden-Vorhaltung der Wagen könne die Rettungswache gleichzeitig für die Mitarbeiter einfacher planen. Dass die Einsätze aufgrund der Krankenhausschließung gestiegen sind, kann Brandl nicht feststellen.

Einen Krankentransportwagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug gibt es in Springe nicht. Zusammen mit Barsinghausen und Gehrden gibt es für Springe drei Rettungsfahrzeuge in Reserve. Im vergangenen Jahr wurden in der Region Hannover 69670 Notfallrettungen und rund 17 250 Krankentransporte durchgeführt.



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