weather-image
Warum die Elterninitiative „Deisterkrümel“ um den geplanten Ausbau ihrer Einrichtung bangen muss

Mehr Kita-Plätze? Stadt lehnt ab

Springe. Sie wollen Kindern Freude bringen – doch jetzt machen sich die Eltern von der Initiative „Deisterkrümel“ große Sorgen: Am Donnerstag soll der Verwaltungsausschuss hinter verschlossenen Türen über die geplante Erweiterung ihrer Kindertagesstätte abstimmen. Und erste Signale aus der Politik und aus dem Rathaus deuten auf eine Abfuhr hin.

270_008_6319800_deisterkruemel2_1_.jpg

Autor:

VON CHRISTIAN ZETT

Fast verdoppeln möchten die „Deisterkrümel“ ihr Kontingent: Von bisher zehn auf achtzehn Plätze soll das Angebot wachsen, darunter wären allein sieben Krippenplätze für Kinder unter drei Jahren. Um den Zuwachs zu stellen, will die Initiative unter der Vorsitzenden Heike Seedorff auch zusätzliche Arbeitsplätze schaffen.

Logistisch könne man das Projekt in jedem Fall stemmen: Durch den gerade erst erfolgten Umzug in den Neubau an der Jägerallee sei genug Platz – und auch die lange Warteliste zeige den Bedarf an Konzepten, wie die Deisterkrümel sie bieten. Stadtweit einmalig ist die enge Zusammenarbeit mit dem benachbarten Seniorenzentrum, wo sich Kinder und ältere Bewohner regelmäßig begegnen und an gemeinsamen Aktivitäten teilnehmen.

Doch wie alle Kita-Einrichtungen in Springe sind die

Deisterkrümel auf Zuschüsse von der Stadt angewiesen – und die müssten dem Zuwachs angepasst werden. Bürgermeister Jörg-Roger Hische bestätigte gestern NDZ-Informationen, nach denen die Stadt im Verwaltungsausschuss dafür werben will, den Ausbau abzulehnen. Die zusätzlichen Plätze kosteten die Stadt Geld und seien im Betreuungskonzept nicht unbedingt notwendig, argumentiert Hische. Die Stadt erreiche insbesondere bei der Krippenbetreuung auch so die gesetzlich angepeilte Versorgungsquote. Zu weiteren Details will sich Hische vor der Sitzung nicht äußern. Hinter vorgehaltener Hand befürchtet man im Rathaus aber offenbar, eine Zusage für die Deisterkrümel könne weitere Begehrlichkeiten anderer Träger und Anbieter wecken.

Seedorff und ihre Mitstreiter sind traurig über die Vorbehalte der Stadt, die den bisherigen Vertrag ohnehin immer nur im Jahresrhythmus verlängert hatte. Die Vorsitzende der Initiative hatte noch vor einigen Wochen in einer E-Mail an die Ratsmitglieder für die Erweiterung geworben. „Wir sind eine Elterninitiative. Dies darf uns nicht als Nachteil ausgelegt werden“, heißt es in dem Schreiben. Insbesondere zugezogene Familien interessierten sich stark für das Konzept der Deisterkrümel.



Anzeige
Weiterführende Artikel
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    Telefon: 05041 - 78932
    E-Mail: redaktion@ndz.de
    Anzeigen
    Telefon: 05041 - 78910
    Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
    Abo-Service
    Telefon: 05041 - 78921
    E-Mail: vertrieb@ndz.de
    Abo-Angebote: Aboshop

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt