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Wir-Vorsitzender übt noch einmal massiv Kritik an Plänen / „Einkaufsbuslinie“ 302 droht das Aus

Marktzentrum: Da waren’s nur noch vier…

Springe (mf/zett). Das Fachmarktzentrum an der Osttangente soll auf vier Geschäfte beschränkt werden. Der Bauausschuss erteilte dem Investorenwunsch endgültig eine Absage, dort noch einen sogenannten Ein-Euro-Markt zuzulassen. Die frei werdende Fläche, rund 500 Quadratmeter, soll auf die anderen Läden umgelegt werden.


Drogerie (dm), Tierfutterhandel (Fressnapf), Textildiscounter (Vögele) und Elektronikmarkt würden damit jeweils etwas größer als bislang geplant, blieben aber unterhalb der rechtlich festgelegten Sortiments-Grenzen, versicherte Baudezernent Hermann Aden in der jüngsten Sitzung. Nach seinen Angaben hatte nach „Tedi“ auch der am Oberntor ansässige Ein-Euro-Markt „Mäc Geiz“ Interesse an einer zweiten Filiale an der Osttangente bekundet. „Dann machen die irgendwann ihren Laden in der Innenstadt dicht“, war Uwe Mügge (Grüne) überzeugt.

Erhardt Bormann, Vorsitzender des Werbe- und Informationsrings, nutzte die Sitzung, um massive Kritik am Fachmarktzentrum zu äußern: „Was hier beschlossen wird, richtet sich gegen die Innenstadt“, sagte er.

Mahnend erinnerte Bormann die Politiker an die Stadtgalerie in Hameln: „Die ist gegen jegliche Vernunft durchgesetzt worden – und jetzt ist die Innenstadt zerrissen.“ Dieses Schicksal drohe auch Springe. Bormann fürchtet, dem Investor könnte sein Marktzentrum in zehn Jahren egal sein – „aber bis dahin ist die Innenstadt vielleicht tot“.

Aden widersprach: Bei den Fachmärkten handele es sich um große Ladenflächen, die verstärkt nachgefragt würden: „So etwas können wir in der Innenstadt gar nicht vorhalten.“ Dem Investor gebühre Vertrauensschutz: „Er hat es unterlassen, Innenstadtgeschäfte an die Osttangente zu holen, obwohl die ihn massiv bestürmt haben.“

Mit dem Bus Nummer 302 zum Einkaufen an die Osttangente – dieses Angebot haben in den vergangenen Jahren zu wenig Fahrgäste in Anspruch genommen. Der Linie droht das Aus. Laut Regiobus-Sprecher Tolga Otkun nutzen durchschnittlich nur 1,4 Menschen pro Fahrt den Bus – „beängstigend wenig“. Wenn in den kommenden Monaten alle Gremien der Region zustimmen, wäre die Linie zum Fahrplanwechsel im Dezember Geschichte.



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