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Springes Bewerbung für die „Quartiersinitiative“ steht / 100 000 Euro für ein gemütlicheres Zentrum

Marktplatz-Anwohnern geht ein Licht auf

Springe (mari). „Uns geht ein Licht auf“: Springes Stadtmanagerin Anike Fritz hofft, dass die Juroren der „Quartiersinitiative“ genau diesen Satz sagen, wenn sie den Antrag aus der Deisterstadt in den Händen halten. Fritz bewirbt sich im Namen von 17 Immobilieneigentümern, dem Ortsrat, mehreren Einzelhändlern und der Stadt um Fördergeld in Höhe von 34400 Euro für die Marktplatz-Verschönerung.


„Uns geht ein Licht auf“ – so lautet das Motto der Springe-Bewerbung für die „Quartiersintiative 2010“, die vom niedersächsischen Sozialministerium ausgeschrieben worden ist. Am Freitag endete die Frist, bis zu der Unterlagen eingereicht werden konnten. Fritz reizte den Termin aus, feilte sogar noch an Himmelfahrt an dem Schreiben. Schließlich hatte sie für den Antrag nur zwei Wochen Zeit – und die Wettbewerbskonkurrenz dürfte groß sein. Laut Antrag wollen sich die Eigentümer der 17 Marktplatzhäuser sowie Einzelhändler, der Ortsrat und die Stadt zusammenschließen und 101960 Euro investieren, um das Zentrum herauszuputzen. Wesentlicher Bestandteil ist ein Lichtkonzept für den Marktplatz: Die Fachwerkhäuser, das Alte Rathaus, das Göbel-Denkmal am Amtsgericht sowie der Heinerich-Wegweiser sollen professionell angestrahlt werden. Immerhin 13 der 17 Hausherren sind bereit, einmalig 950 Euro für die neue Beleuchtung auszugeben. Laut Fritz rechnet sich ihr Engagement: Derzeit zahlen sie jedes Jahr für den Elektriker, der kurz vor der Adventszeit anrückt und defekte Glühbirnen an den Giebel-Lichterketten austauscht. Diese Arbeit würde laut Hersteller in den nächsten acht Jahren entfallen.

Das Konzept umfasst auch eine Neugestaltung der Baumscheiben auf dem Marktplatz (diese Aufgabe will die Werbegemeinschaft übernehmen), neue Bänke, schönere Mülleimer und Stromkästen, einen sogenannten Markttreff, große, selbst gestaltete Wildschweinfiguren zum Klettern und Bestaunen und ein Lichten des Schilderwaldes. Die Deisterstadt wird Ende Juni erfahren, ob sie zu den Gewinnern gehört. Falls nicht, will Fritz trotzdem nicht aufgeben. Die Pläne seien zu gut, um sie in der Schublade verschwinden zu lassen. „Dann müssen wir uns noch einmal zusammensetzen und überlegen, ob und wie wir eine abgespeckte Variante auch ohne Fördergelder hinbekommen könnten.“ Bis dahin heißt es Daumen drücken.

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