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Mann lehnt alle Ehrungen beim Gestorfer Klubb ab

GESTORF. Das war eine ungeplante Rückkehr in den Vereinsschrank: Den hölzernen Wanderpokal des Gestorfer Schi- und Wanderklubbs wollte der Vorsitzende Günter Gerber eigentlich einem engagierten Vereinsmitglied als Dankeschön überreichen. Doch dieser stets hilfsbereite Mann lehnt alle Ehrungen ab.

Vorsitzender Günter Gerber muss den Wanderpokal verwahren: Ein verdientes Vereinsmitglied verzichtete auf die Anerkennung für sein Engagement. Foto: Krause

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REINHOLD KRAUSE

Zwar hatte der Vorstand gehofft, dem aktiven Mitstreiter mithilfe der Ehefrau doch noch auszeichnen zu können. Doch auch dieser Versuch schlug fehl, und so musste der Wandersmann wieder den Rückmarsch in den Vereinsschrank antreten.

Ob zu Wanderungen oder Skifreizeiten, die Mitglieder des Klubbs sind viel unterwegs. Und auch für dieses Jahr haben die Verantwortlichen wieder ein buntes Programm aufgelegt. Die erste Wanderung findet am 8. April statt. Da wird das Gebiet zwischen Gestorf, Marienburg und Hallerburg mit Ende am Vereinsheim angeboten. Alfeld, Rappbode Talsperre, Schieder-Schwalenberg sind weitere Ziele der Rucksackenthusiasten. Auch die Dezemberwanderung auf den Brocken steht wieder auf dem Plan. Hier kam der Vorschlag, die Tour auf den Brocken auch für Frauen zu öffnen. Bislang nämlich dürfen nur die Männer den höchsten Harzgipfel erklimmen. Zwar wurde den Frauen für die gemeinsame Unternehmung noch keine Zusage gemacht, doch die Männer wollen über den Vorschlag nachdenken.

Die Vereinsmitglieder sind aktiv – sowohl bei Unternehmungen außerhalb des Harbergortes, als auch bei sportlichen Turnieren auf der heimischen Boulebahn. Davon zeugen Berichte und Bilder, die mittels Multimediaschau den rund 40 Teilnehmern bei der Jahresversammlung vorgeführt wurden. Hier und da entlockte die Vorführung den Zuschauern ein lautes Lachen, wenn der eine oder andere sich auf Fotos der letzten Skifreizeit im schneebedeckten Canazei im Südtiroler Fassatal in lustigen Posen wiederfand.

Acht Wanderungen, zwei Radtouren und vier Busfahrten haben die Vereinsmitglieder im vergangenen Jahr unternommen. Zwei Bouleturniere auf heimischer Bahn, Boulemeisterschaft und Turnier mit Spielern aus Altenhagen I sowie ein Gegenbesuch auf der Bahn im Nesselbergort verdeutlichen die Liebe des Gestorfer Vereins zu dieser französischen Freizeitbeschäftigung.

Auch aus dem Dorfgemeinschaftsleben sind die Vereinsaktiven nicht mehr wegzudenken. Regelmäßig beteiligen sie sich an den örtlichen Veranstaltungen vom Gemeinde- oder Dorfgemeinschaftsfest bis hin zum Gestorfer offenen Adventskalender.

Ihr Domizil, das Harbergstübchen, das durch Mithilfe von Ortsbürgermeister Eberhard Eberhard Brezski weiterhin in ihren Händen bleibt, ist Anlaufstelle für viele vereinsinterne Veranstaltungen.

Zwischen Harz und Heide sind die Mitglieder auf Schusters Rappen unterwegs, und auch im Weserbergland hinterlassen sie ihre Fußabdrücke. Besuch von Prunksitzungen hannoverscher Karnevalsvereine runden ihre Angebotspalette ab. Denn auch die Geselligkeit kommt in Gestorf nie zu kurz.

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