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Mangelware: Aktuelle Postkarten

Tausende Besucher kommen jedes Jahr nach Springe – zum Familienbesuch, zur Fortbildung oder Naherholung. Doch wer Freunden und Familie einen klassischen Gruß aus nach Hause senden will, der hat es hier schwer.

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Autor:

Lukas Hoffmann

SPRINGE. Tausende Besucher kommen jedes Jahr nach Springe – zum Familienbesuch, zur Fortbildung oder Naherholung. Doch wer Freunden und Familie einen klassischen Gruß aus nach Hause senden und zeigen will, dass man auch in der Ferne an sie denkt, der hat es hier schwer: Postkarten aus Springe sind kaum zu finden – und wenn, dann sind sie mitunter 30 Jahre alt.

Unser Versuch startet in der Innenstadt: Doch ob bei der Schatulle am Marktplatz oder im Schreibwarengeschäft am Niederntor – in beiden Läden kann man keine Postkarte mit heimatlichen Motiv erwerben. Im E-Center hingegen findet man ein Angebot: Mit ansehnlichen Kärtchen kann man zwar aus Springe grüßen, die hiesigen Sehenswürdigkeiten sind aber nicht abgedruckt. Stattdessen zieren allgemeine Motive wie Hundewelpen die Karten.

Immerhin erhält man von Verkäufern den Tipp, es doch mal bei Kittelmann im Stadtzentrum oder beim Fotostudio Nitsche zu versuchen.

Bei Springes bekannten Schreibwarenladen am Marktplatz werden gleich mehrere Karten zur Auswahl angeboten. Momentan sind sie jedoch nicht vorrätig, die Nachbestellung lässt auf sich warten. „Wirklich oft verkaufen wir diese Karten nicht“, heißt es auf Nachfrage bei Inhaberin Bianca Schwäcke. Vielleicht liege es am Layout der Karten, das deutlich überholt sei.

Am anderen Ende der Springer Innenstadt schaut es mit der Auswahl schon anders aus. Ob Göbelbirne, Marktplatz oder Jagdschloss: Im Fotostudio Nitsche können Post-Freunde gleich mehrere Kartenständer mit Motiven durchstöbern. Am besten verkaufe sich die Kulisse des Marktplatzes mit Blick auf das Peterssche Haus und den Marienbrunnen, sagt Inhaberin Ulrike Nitsche. Freilich sei Springe nicht gerade eine Tourismusstadt wie Bad Münder, aber verbreiten, wie schön es hier ist, wollten einige Besucher natürlich trotzdem.

Auch beim Kiosk Konrad am Kurzen Ging kann man Ansichtskarten der Deisterstadt erwerben. Nur etwa zehn Mal im Jahr käme es vor, dass die Exemplare für je 80 Cent verkauft werden, sagt Besitzer Michael Konrad. Besonders die Schüler der Bildungseinrichtungen wie vom BZE seien oft an Grußkarten interessiert.

Aktuelle Ansichten von Springe verbreiten die Gäste allerdings nicht in der Repubik: Die Karten stammen teils aus den Jahren 1986 oder 1990, dementsprechend veraltet sind die Motive. So kann man auf den Ansichtskarten Felder bewundern, die inzwischen zum Neubaugebiet Fahrenbrink am Kurzen Ging geworden sind. Eine der Karten zeigt den Marktplatz zu einer Zeit, als er noch von Autos befahren werden konnte.

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