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Mangel an Gelben Säcken: CDU und FDP schalten Regionsverwaltung ein

SPRINGE/REGION. Der Mangel an gelben Säcken seit dem Jahreswechsel – er ist nicht nur in Springe ein Problem. Jetzt schaltet sich die Gruppe CDU/FPD in der Regionsversammlung ein, um den Bürgerinnen und Bürgern der Region Hannover zu ihrem Recht auf die Entsorgung von Leichtverpackungen zu verhelfen.

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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite
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„Wenn man für die Abholung der Umverpackungen verantwortlich ist, dann muss man auch dafür sorgen, dass ausreichend Gelbe Säcke zur Verfügung gestellt werden“, erklärt Rolf-Axel Eberhardt, der abfallpolitische Sprecher der Gruppe CDU/FDP.

Seit Beginn des Jahres wird der Gelbe Sack im Umland der Landeshauptstadt durch die RMG (Rohstoffmanagement GmbH) abgeholt. RMG handelt dabei im Auftrag des DSD (Duale System Deutschland GmbH). Sie managen das Einsammeln und Verwerten der Umverpackungen, die fast jeden Tag im Haushalt anfallen. Zum Einsammeln werden Gelbe Säcke oder Gelbe Tonnen den Bewohnerinnen und Bewohnern zur Verfügung gestellt.

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So sieht es in der Theorie aus. „Praktisch funktioniert es aber nicht. Vielerorts fehlen die Gelben Säcke, und die Menschen wissen nicht, wie sie ihren Müll an die Straße stellen sollen. Die bekannten Ausgabestellen werden entweder gar nicht mit Gelben Säcken beliefert oder nicht in ausreichender Anzahl, erklärt Eberhardt weiter.

In Springe sechs Ausgabestellen gestrichen

In Springe hatte Anfang des Jahres die Streichung von zunächst sieben der einst sechzehn Abholstellen für Gelbe Säcke – etwa den dm- und den Hagebau-Markt an der Osttangente und Rossmann an der Fünfhausenstraße – für viel Kritik gesorgt. Mittlerweile gibt es zehn Ausgabestellen, die aber nicht ständig die Rollen mit den Müllbeuteln vorrätig haben.

Dieser Zustand dauere regionsweit nun bereits seit Monaten an, und die Beschwerden häuften sich zu recht, sagt Eberhardt: „Der Entsorger RMG ist in der Pflicht und muss genügend Gelbe Säcke zur Verfügung stellen. Und wenn es ihm nicht gelingt, dann muss er dies kommunizieren und erklären. Dazu gehört auch, dass er den Leuten mitteilt, welche Alternativen sie haben. Es kann nicht sein, dass das Problem einfach ausgesessen wird.“

„RMG muss liefern“

Die Gruppe CDU/FDP beobachte die Entwicklung der Versorgung mit Gelben Säcken genau. Sie habe angefragt, welche Spielräume die Regionsverwaltung hat, um die Lage zu verbessern und ob der Auftraggeber, das Duale System, von den Missständen weiß. Eberhardt: „Wir haben uns der Sache angenommen, weil der jetzige Zustand schlecht ist und die Leute genervt sind, da sie nicht wissen, wie sie ihren gebrauchten Joghurtbecher optimal entsorgen können. Zudem befürchten wir, dass mehr Umverpackungsmüll im Restmüll landet oder gar als wilder Müll in der Landschaft entsorgt wird. RMG muss liefern, da führt kein Weg dran vorbei.“

In Springe ist aber nicht nur der Mangel an Gelben Säcken Grund für Frust. Immer wieder sorgten in den ersten Monaten des Jahres auch liegengebliebene Säcke an den Abfuhrtagen für Ärger.




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