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André Hanisch hat schon 50 Azubis ausgebildet / Forstwirte müssen im Kopf und Körper fit sein

Manchmal kann der Job richtig hart sein

Springe (ric). Es gibt Situationen, in denen werden eintönige Tätigkeiten verlangt. Etwa dann, wenn eine fünf Hektar große Fläche gemäht werden soll und das schwere Gerät auf dem Rücken lastet. „Dann sagen manche: Das habe ich mir anders vorgestellt“, weiß André Hanisch. Der Forstwirtschaftsmeister bildet seit über 20 Jahren im Saupark aus – seine Azubis lernen dabei aber auch die angenehmen Seiten einer besonderen Lehre kennen.

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Immer, wenn Naturschutzprojekte geplant und umgesetzt werden, wenn Bäche gestaltet werden oder mit Holz gearbeitet wird, dann würden die Augen der Azubis leuchten, sagt er. Geeignet seien Bewerber mit gutem Realschulabschluss, manchmal nimmt das Forstamt Saupark aber auch Hauptschüler auf.

Wichtig ist, dass sie einen Einstellungstest und ein Auswahlverfahren überstehen. „Sie müssen sportlich und handwerklich begabt sein, rechnen können und Spaß an Naturwissenschaften haben“, erklärt Hanisch. Während der Ausbildung können die jungen Erwachsenen Erfahrungen in anderen Ländern machen – beispielsweise in Skandinavien. Im Gegenzug nimmt das heimische Forstamt dann für ein paar Wochen Schüler aus Schweden oder Finnland auf.

Damit eröffnen sie sich weitere Zukunftschancen: Der Markt in Skandinavien ist für begabte Maschinentechniker besser als in Niedersachsen. Die heimischen Landesforsten können nur selten einen Azubi übernehmen – dafür gilt ihre Lehre als ideales Sprungbrett zu vielfältigen Jobs im Bereich Umwelt und Natur, weiß Hanisch, der in Eimbeckhausen wohnt. 50 Azubis hat er bereits betreut, der harte Job im Wald ist eher Männersache, sagt er. Dennoch waren auch fünf Frauen dabei, die heute alle in der Branche tätig sind.

Gerade hat das heimische Forstamt wieder zwei junge Männer eingestellt, Max Behrens und Florian Schorsch. In den kommenden drei Jahren werden die 17-Jährigen in einen vielfältigen und abwechslungsreichen Beruf eintauchen. „Für die anspruchsvollen Tätigkeiten im Wald brauchen wir gut ausgebildete Fachkräfte“, sagt Hanisch. Daher habe intensive Nachwuchsförderung in den Landesforsten einen hohen Stellenwert. Die Auszubildenden haben ihren Realschulabschluss in der Tasche und freuen sich nun auf die vor ihnen liegende Zeit. „Ich weiß, dass die Arbeit oft hart und anstrengend ist“, sagt Behrens. Schon jetzt steht für das Forstamt fest, im nächsten Jahr wieder zwei Stellen auszuschreiben. Platz bietet es genug: Der Wald ist 8000 Hektar groß und weist eine große Artenvielfalt auf.

André Hanisch(l.) aus Eimbeckhausen bildet seit über 20 Jahren im Wald aus – seit Kurzem sind Florian Schorsch und Max Behrens im Forstamt dabei. Foto: pr



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