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Ein Flugzeug als Kulisse mitten in der Empfangshalle / Traum vom eigenen Fluggelände

Luftsportverein feiert 60. Geburtstag

Springe. 60 Jahre – und ein großer Traum: Zum runden Geburtstag haben die Verantwortlichen des Luftsportvereins den großen Wunsch vom eigenen Fluggelände nicht zu den Akten gelegt. Aus Sicht des stellvertretenden Bürgermeisters Uwe Mügge sind Stadt und Politik nicht schuld daran, dass es bisher nicht geklappt hat: „Es gab immer wieder Einsprüche von betroffenen Bürgern“, sagte Mügge beim Festakt.

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Gefeiert wurde jetzt im Foyer der Sparkasse – mit über 100 geladenen Gästen. Darunter war auch die Vorsitzendes des Landesverbandes der Luftsportvereine Niedersachsen, Maike Müller sowie aus der Springer Partnerstadt der Vorsitzende des Warener Luftsportvereins, Klaus Behrendt. Als Laudator war Karl-Friedrich Hahn erschienen. Vereinschef Klaus Preen und seine Helfer hatten passend zur Feier ein Segelflugzeug mit einer Spannweite von rund 15 Metern in die Halle gestellt.

Preen erinnerte in seiner Ansprache an die Vereinsgründung 1953 und den ersten Flugtag am 8. März südlich von Völksen. Hahn beschäftigte sich in seiner humorvollen Laudatio mit der Geschichte des Vereins: Nach dem Zweiten Weltkrieg war das Segelfliegen zunächst verboten. Im heimischen Raum wurde dieses Verbot jedoch unterlaufen, sodass 1950 die segelfliegenden Vereine sofort wieder zu existieren begannen. Schnell entstanden in Bad Münder und auch in Springe erste Clubs, die zusammen mit dem Verein aus Barsinghausen 1952 einen Schulgleiter kauften, den die bekannte Schauspielerin Olga Tschechowa auf den Namen „Deistersprinter“ taufte.

1953 vereinbarten Münder und Springe eine Fluggemeinschaft, um ihre Ausrüstung allgemein zugänglich zu machen. Auch Hameln und Barsinghausen machten mit. Springe war jedoch der einzige Verein mit einer Seilwinde. Die Vereine aus Hameln und Barsinghausen machten sich schließlich auf eigenen Anlagen selbstständig. Springe und Bad Münder schlossen sich zusammen zum Luftsportverein „Kreis Springe“ – der bis heute nur Gast auf anderen Anlagen ist.

1988 konnten die Aktiven an der Harmsmühlenstraße eine Werkstatthalle bauen, die bis heute neben dem Fußballplatz des FC steht. „Dass es in Springe aber bis heute kein eigenes Fluggelände für den Luftsportverein gibt, ist ein Mangel. Es würde Springe touristisch aufwerten und wäre wesentlich besser für die Landschaft als jede Biogasanlage oder jeder Maststall“, Hahn. Der Verein solle das Thema heute erneut aufgreifen, um die Freizeiteinrichtungen in Springe zu bereichern.ir

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