weather-image
15°

Lüdersen: Was geschah und geplant ist

LÜDERSEN. Ursel Postrach strahlt. Die Ortsbürgermeisterin von Lüdersen freut sich darüber, dass 2017 im Bergdorf einige große Projekte mit Mitteln der Stadt umgesetzt werden konnten. „Die Stadt hat uns in diesem Jahr gut bedient“, sagt sie.

Selbst ist die Ortsbürgermeisterin: Ursel Postrach hängt einen Informationszettel im Schaukasten auf. FOTO: MISCHER
Mischer

Autor

Ralf T. Mischer Redakteur zur Autorenseite

Unter anderem hat die Bergdorfhalle einen neuen Fußboden bekommen. Allerdings, ergänzt Ursel Postrach, „haben wir darauf auch bis zu drei Jahre gewartet“. Und auch eine neue, wärmegedämmte Eingangstür hat die Halle nun. Da überwiegt die positive Stimmung: Es tut sich was in Lüdersen.

„Wir können uns hier nicht beklagen, wenn wir im Ortsrat Geld für Projekte einstellen, gibt die Stadt auch Mittel dazu“, sagt Postrach. Sie betont dabei das große ehrenamtliche Engagement im Ort, das es möglich mache, dass die Bergdorfhalle sogar sonntags gebucht werden kann. Ehrenamtliche aus dem Ort öffnen sie, nach der Veranstaltung wird sie von den Ehrenamtlichen wieder geschlossen. All dies führt dazu, dass die Halle immer gut belegt sei, sagt Postrach.

Gute Nachrichten gibt es auch von den Glascontainern im Bergdorf. Die waren nämlich eine Zeit lang nicht mehr da, weil die Lastwagen der Firma Rhenus, die die Container abholen, nicht unter der Brücke nach Bennigsen hindurchpassten. Jetzt sind die Container wieder da, aber die Lastwagen und Brücke haben noch die selbe Höhe. „Ich hatte gesagt, dass es nicht sein kann, dass unsere Senioren mit den Flaschen nach Bennigsen fahren müssen.“ Nicht zuletzt Dank Postrachs Engagement wurde eine Lösung gefunden. Die Container sind nun wieder da, die Lastwagen erreichen sie über einen Weg des Realverbandes. Und für die Schranke, die den Weg vom normalen Verkehr trennt, haben die LKW-Fahrer nun einen Schlüssel. Postrach: „Das ist jetzt richtig gut gelöst.“

Als Erfolg erwies sich laut Postrach auch der Garagenflohmarkt im Ort. „Da war wirklich ein reges Treiben“, erinnert sich die Ortsbürgermeisterin. Fest steht für die SPD-Politikerin auf jeden Fall, dass ein solcher Flohmarkt wieder angeboten werden soll. Bei all den guten Nachrichten muss Postrach einen kurzen Moment überlegen, wenn sie nach Problemen gefragt wird.

Auf das neue Jahr hofft Postrach auch auf dem Spielplatz „Im Thiefeld“: Ein neues Kletterhäuschen soll dort aufgebaut werden. Bislang ist der dortige Ort nicht so gut ausgestattet, wie der neuer Platz an der Straße „Ortskamp“. Immerhin solle Lüdersen für Kinder attraktiv bleiben.

Hoffnung hegen die Lüderser auch in Bezug auf ihre Busse: Dass die Linie 360 bleibt, dafür wollen sie kämpfen, unter anderem mit einer Unterschriftenliste, auch im Rat und Ortsrat geht die Politik das Thema an.

Ein akutes Dauerthema ist für Postrach das Thema Sauberkeit: Gerade bei Neubürgern fällt es der Ortsbürgermeisterin auf, dass sie sich nicht immer ganz so hingebungsvoll darum kümmern, dass der Bürgersteig vor ihrem Haus sauber ist. „Zuweilen wird da nicht ganz sorgfältig die Gosse gefegt“, sagt sie vorsichtig. Im Frühjahr plant sie deshalb mit dem Ortsrat einen Rundgang durch den Ort, bei dem sie Problemstellen ins Auge nehmen möchten. Bis dahin ist ja noch etwas Zeit – und der große Frühjahrsputz kommt erst noch.

Ein Traum von Postrach ist, dass die Alte Schule zum Dorfgemeinschaftshaus ausgebaut werden kann. „Der Förderverein hat dafür sehr viel gespart.“ Allerdings hat die Stadt gerade Geld für die Realisierung aus dem Haushalt gestrichen. Das Projekt wurde auch für das Förderprogramm „Integriertes Ländlichers Entwicklungskonzept Calenberger Land“, kurz Ile, angemeldet. Sollte es aufgenommen werden, könnten 80 Prozent der Planungskosten übernommen werden. Auch am Thema Windenergie bleiben die Lüderser dran. Postrach betont erneut, dass sie die Meinung vertritt, dass eine Änderung des Flächen-Nutzungsplans allein nicht ausreiche, um den Bau der Windräder zu verhindern. „Die Stadt müsste ihre Bürger schützen“, ist Postrach überzeugt, dass eine Normenkontrolleklage der richtige Weg ist.

Anzeige
Anzeige
Weiterführende Artikel
    Kommentare