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Linke fordert 30 Prozent Sozialwohnungen

SPRINGE. Ungefähr jeder siebte Einwohner Springes ist nicht „anständig“ untergebracht, sagt die Partei „Die Linke“. Die Stadt brauche dringend ein Konzept für Sozialwohnungen. Die Partei rügt in dem Zusammenhang auch den städtischen Sozialamtsleiters Herbert Mensing.

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Laut Mensing gibt es in der Deisterstadt ausreichend günstigen Wohnraum. Das könne er auf keinen Fall unterschreiben, stellt Ratsherr Udo Selent klar: „60 Sozialwohnungen sind ein Tropfen auf den heißen Stein bei mehr als 3000 Berechtigten.“ Er selbst habe mehr als ein Jahr nach einer Unterkunft gesucht, die in den Kostenrahmen passt. „Sogar das Job-Center hat diese Sachlage fehlender Wohnungen eingesehen und übernimmt deshalb meine Miete weiter.“ Vor dem Hintergrund, dass die nächste Mieterhöhungsrunde komme, „ist die Aussage Mensings nicht hilfreich“.

Einen besseren Blick auf die Situation habe seiner Meinung nach der parteilose Ratsherr Uwe Lampe, der auch Vorsitzender der Tafel ist. Lampe hatte vor einigen Wochen eine Sozialwohnungsquote für Neubaugebiete vorgeschlagen. „Nur war er etwas zu vorsichtig“, so Selent. Seine Partei fordere einen generellen Anteil von „30 Prozent günstigem Wohnraum“ im Stadtgebiet. Gelingen könnte das auch mithilfe der ansässigen Discounter: Sie dürften ihre Märkte erweitern, wenn sie die Gebäude um eine zweite Etage mit „sozialem Wohnraum“ aufstockten, so Selent. „Dafür notwendige Mittel könnten aus Grundstücksverkäufen stammen oder man nimmt die Kreissiedlungsgesellschaft mit ins Boot.“mari



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