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Lidl will in Springe wachsen - Gutachten vorgelegt

SPRINGE. Während Aldi an der Osttangente noch auf seine Erweiterung warten muss, werden die Pläne für Konkurrent Lidl konkret: Der Discounter will seine Verkaufsfläche vergrößern. Ein Gutachten zeigt auch Folgen für die Innenstadt auf.

Soll wachsen: Der Discounter Lidl will die Verkaufsfläche der Filiale Am Kalkwerk um 50 Prozent erweitern. FOto: MISCHER
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Christian Zett Redaktionsleiter zur Autorenseite

Momentan bietet das Unternehmen in der im April 2004 eröffneten Filiale Am Kalkwerk auf gut 800 Quadratmetern seine Ware an. Nun soll der Verkaufsraum wachsen auf 1240 Quadratmeter. Auf weiteren 46 Quadratmetern soll sich demnach ein Bäcker ansiedeln. Ob es sich dabei um einen Lidl-eigenen Betrieb handelt, dazu nahm das Unternehmen gestern keine Stellung. Bis vor einigen Jahren befand sich in einem Anbau des Markts ein extern geführter Bäcker. Ersten Entwürfen eines Hamelner Planungsbüros zufolge soll der Discounter nicht in Richtung vorgelagertem Parkplatz, sondern auf der hinteren Gebäudeseite erweitert werden – auf einer Freifläche, die bis an den Schweriner Weg heranreicht.

Bevor Lidl seine Vergrößerungspläne in die Tat umsetzen kann, muss sich der Rat damit beschäftigen. Denn formell überschreitet das Vorhaben mit dem Sprung auf 1240 Quadratmeter plus Bäcker eine im Baurecht vorgesehene Grenze zur Großflächigkeit. Der Bebauungsplan muss deshalb geändert werden.

Und: Die Stadt musste prüfen, ob die Erweiterung Auswirkungen auf den Handel in der Umgebung hat – sprich: hier vor allem auf die Geschäfte in der Innenstadt.

Lidl selbst hat ein Gutachten bei Planungsbüro „Stadt und Handel“ aufgegeben, das auch das Einzelhandelskonzept für Springe erstellt hatte. Ergebnis der knapp 60-seitigen Analyse: Werde der Lidl-Markt auf 1240 Quadratmeter gedeckelt, entspreche das Vorhaben „den wesentlichen Zielsetzungen und Empfehlungen des Einzelhandelskonzepts“ und den Vorgaben von Regions- und Landesplanungen. Negative Auswirkungen auf die Innenstadt seien nicht zu erwarten. Dabei hatten die Planer sogar noch mit dem inzwischen auf Eis gelegten Neubau des Rewe-Markts an der Fünfhausenstraße gerechnet. Für den Lidl rechnen die Planer zwar mit einem Umsatzplus von rund 3 Millionen Euro im Jahr durch den Ausbau. Weil der Großteil davon auf Lebensmittel entfalle, bestehe für „Bestand und Entwicklungsmöglichkeiten“ im Zentrum von Springe kaum eine Gefahr.

Lidl selbst betonte gegenüber der Stadt, man wolle das Sortiment nur wenig erweitern. Hauptsächlich sollen demnach die angebotenen Produkte besser und breitflächiger präsentiert werden. Außerdem soll der Markt demnach durch niedrigere Regale auch für ältere Kunden barrierefreier gestaltet werden.

Der Planungsausschuss des Rats diskutiert den Lidl-Ausbau am Dienstag, 20. November. Die Sitzung beginnt um 18 Uhr in der Aula der Grundschule Hinter der Burg. Einen Tag später berät der Ortsrat über die Pläne (18 Uhr, Altes Rathaus). Der Verwaltungsausschuss soll am 4. Dezember in nichtöffentlicher Sitzung endgültig grünes Licht geben.



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