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Leise Kritik an Bahnhof „Deisterpforte“ auch aus Völksen

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VON CHRISTIAN ZETT

Planer Roland Neumann nannte am Abend erstmals auch eine Preisschätzung: 3,5 bis 4 Millionen Euro soll das Projekt kosten – Geld, das aus den Töpfen von Land und Region fließen würde: „Der Stadt entstehen keine Kosten.“

Neumann stellte den Politikern auch den Stand der Planungen vor: Wie berichtet soll der Haltepunkt direkt am Bahnübergang Heinrich-Göbel-Straße entstehen. Von dort würde auch der barrierefreie Zugang zu beiden Gleisen ermöglicht. Zusätzlich soll von der Wolfstalstraße eine weitere Rampe zum Bahnsteig in Fahrtrichtung Hameln gebaut werden. Eine Brücke, um auch das Gleis nach Hannover von der anderen Seite erreichen zu können, sieht das Konzept aus Kostengründen nicht vor. Ein Nachteil, wie Planer Neumann einräumt: Die Gefahr bestehe, dass Fahrgäste verbotenerweise die Gleise überquerten, um ihren Zug noch zu erwischen.

Neumann verdeutlichte auch noch einmal das Konzept des Bahnhofs: Er werde bewusst nur mit wenigen Parkplätzen errichtet, weil er sich an Fußgänger und Radfahrer aus der Umgebung richte.

Der bestehende Kernstadt-Bahnhof solle dagegen als Anlaufpunkt für Auto-Pendler ausgebaut werden. Die Region hat rund um die mögliche neue Station ein Fahrgastpotenzial von mehreren tausend Einwohnern ausgemacht: Während der alte Bahnhof eher den Nordosten der Kernstadt erschließe, sei die zweite Station für den Südwesten gedacht.

Auch der Ortsrat Völksen hat sich inzwischen mit dem Haltepunkt beschäftigt – und bei einem inoffiziellen Treffen laut Ortsbürgermeisterin Sigrid Hachmeister kontrovers diskutiert. Ergebnis: Man begrüße „grundsätzlich jeden sinnvollen Ausbau“ des öffentlichen Nahverkehrs. Ein S-Bahn-Halt sei allerdings nur in Verbindung mit ausreichend Pendler-Parkplätzen sinnvoll – ein Kriterium, das eindeutig gegen die „Deisterpforte“ spricht. „Zusätzlich würden wir eine Verbesserung der S-Bahnverbindung im 20 Minuten-Takt begrüßen“, so Hachmeister weiter.



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