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Leerstands-Problem in Altenhagen gelöst

ALTENHAGEN I. Der Leerstand in Altenhagen I ist zurückgegangen: Für alle zuletzt 16 ungenutzten Immobilien konnte ein neuer Besitzer gefunden werden, sagt Ortsbürgermeisterin Kai Dettmer. Überwiegend junge Familien hätten sich für den Ort entschieden. Das führe aber auch dazu, dass die Krippe derzeit voll belegt ist.

Endlich: Nach monatelanger Diskussion um die Bushaltestelle am Hohlweg können die Fahrzeuge ab sofort den Haltepunkt wieder anfahren. „Was lange währt, wird endlich gut“, freut sich Ortsbürgermeisterin Kai Dettmer. FOTO: HELMBRECHT
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Saskia Helmbrecht Redakteurin zur Autorenseite

„Vor Weihnachten wurden die letzten Plätze vergeben“, sagt Dettmer. Das Problem: Nicht alle Kinder, die in Altenhagen I wohnen, hätten auch im selben Ort einen Platz gefunden. Als Übergangslösung sollen bis zum Umbau der Grundschule im Ort zusätzliche Plätze geschaffen werden. „Ich hoffe, dass wir im Sommer den Bedarf der Altenhägener decken können und sind im Gespräch mit dem Trägerverein und der Stadt, mehr Plätze zu schaffen.“ Wie diese Übergangslösung allerdings aussieht, ist noch offen. Das soll sich erst im Frühjahr entscheiden.

Neben der Betreuung hätten sich viele Neubürger vor allem wegen der guten Verkehrsanbindung für Altenhagen I entschieden. Das kam bei der zweiten Neubürgerbegrüßung heraus, die der Ortsrat vergangenes Jahr organisiert hatte. Ein großes Verkehrsproblem konnte noch vor Weihnachten gelöst werden. Seit etwa vier Wochen fährt Regiobus wieder die neue Bushaltestelle am Hohlweg an. Wie berichtet, wurde bei dem Neubau der Bordstein zu kurz geplant, die Busse mussten eine Nothaltestelle ansteuern. Monatelang stritten Stadt und Region, wer die Fahrbahn verbreitern sollte. „Was lange währt, wird endlich gut, es war eine lange Lösungssuche“, weiß Dettmer. Immerhin habe es jetzt etwa ein Jahr gedauert, bis sich die Behörden einig geworden sind.

Ein Vorzeigeprojekt sei hingegen das Dorf-Kultur-Erbe. „Das ist ein junges Unternehmen, das auf jeden Fall ausbaufähig ist“, sagt Dettmer und überlegt, dort Mitfahrgelegenheiten zu organisieren. „Der Ort soll zu einem Umschlagspunkt der Kommunikation werden.“ Die Genossenschaft habe sich seit der Gründung 2013 und der Eröffnung des Dorfladens, des Cafés und der Kneipe 2014 gut etabliert. Weit über die Grenzen Hannovers sei das Projekt mittlerweile bekannt.

Weniger erfreulich sei hingegen die Debatte um den Neubau der Feuerwehrgerätehäuser. Auch das Bauvorhaben in Altenhagen I wurde verschoben: 150 000 Euro für die Planung sollen zwar schon dieses Jahr in den Haushalt eingestellt werden, die 800 000 Euro Baukosten aber erst 2020. „Wir hätten den Bau gerne schon 2018 begonnen, denn die Not ist groß, die Räume derzeit sind sehr beengt“, sagt Dettmer. Anders als in anderen Ortsteilen sei die Grundstücks-Frage in Altenhagen I immerhin bereits geklärt. Neugebaut werden soll auf einem Grundstück direkt neben dem jetzigen Standort. Zudem soll eine Arbeitsgruppe gebildet werden, die sich mit der Nachnutzung des Gebäudes beschäftigen soll. „Wir gehen es hier noch entspannt an, wir wissen, dass das Geld nicht auf der Straße liegt. Aber: Es sollte auch gewürdigt werden, dass wir hier nicht auf die Barrikaden gehen.“

Eine weitere Baustelle sei das Waldbad. „Dafür müssen wir dringend ein Konzept erstellen, denn wir hoffen auf eine Förderung.“ Diese Erstellung sei eine der Hauptaufgaben für 2018. Wie berichtet, stehen für das Bad teure Investitionen an. „Unser Ziel ist es, das älteste Freibad der Region für die Nachwelt zu erhalten.“ Der hohe Stellenwert, den das Bad für den Ort einnehme, stünde für sie außer Frage. „Der Erholungswert ist enorm. Außerdem wurde das Bad von den Menschen hier selbst gebaut in einer wunderbaren Umgebung“, schwärmt Dettmer. Der Erhalt müsse daher auf jeden Fall sichergestellt werden.

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