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Lebenshilfe: 500 000 Euro für Neubau-Projekt

SPRINGE. Die Lebenshilfe bekommt für den Neubau ihrer Wohngruppe samt Beratungsstelle am Nordwall eine Förderung in Höhe von 500 000 Euro. Das Geld fließt von der „Aktion Mensch“. Es deckt fast die Hälfte der Baukosten von gut 1,1 Millionen Euro ab.

Freude über die Förderung: der Lebenshilfe-Vorstand mit Wiebke Banse, Geschäftsführer Burkhard Luthmann, Regine Melzer-Krieger und Gabi Zimmer. FOTO: KRAUSE

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REINHOLD KRAUSE

Die gute Nachricht hatte Geschäftsführer Burkhard Luthmann erst wenige Stunden vor Beginn der Jahresversammlung der Lebenshilfe am Wochenende erhalten. Wie berichtet, will die Organisation in diesem Jahr auf einem Grundstück in der Stadt nicht nur eine Wohngruppe für acht Bewohner – davon vier Rollstuhlplätze – schaffen. Auch eine dem Familienunterstützenden Dienst angeschlossene Beratungsstelle soll entstehen. Für Personalkosten hatte die Lebenshilfe schon im November einen Zuschuss in Höhe von fast 195 000 Euro erhalten.

Weitere Projektanträge – zum Beispiel für Theateraufführungen mit der Möglichkeit der inklusiven und interkulturellen Zusammenarbeit mit weiteren Institutionen und Vereinen – seien noch in Bearbeitung, so Luthmann.

Dass sich die Lebenshilfe überhaupt noch einmal treffen musste, hatte formelle Gründe: Bei der letzten Versammlung Ende vergangenen Jahres konnten die Mitglieder dem Vorstand wegen einer Buchungsdifferenz in der Barkasse keine Entlastung erteilen. Kassenprüfer und Kassenwart machten sich auf Fehlersuche – und entdeckten die Differenz als Altlast aus dem Jahr 2015. Weil inzwischen auch der Jahresabschluss für 2016 vorlag, konnten die Mitglieder nun für die beantragte Entlastung des Vorstandes stimmen.

Und damit auch den Weg freimachen für die Vorstandswahlen. Die liefen unter dem Motto „Never change a winning team“: Die Runde bestätigte mit großer Mehrheit das bisherige Vorstandsgremium: Regine Melzer-Krieger als Vorsitzende, Wiebke Banse als Stellvertreterin und Gabi Zimmer als Kassiererin. Sie alle bleiben für weitere zwei Jahre in ihren Ämtern. Sieben Mitglieder bilden zusammen mit ihnen den erweiterten Vorstand.

Für die Lebenshilfe geht aber auch ohne das Bauprojekt das Jahr spannend los: Bereits am Sonnabend, 20. Januar, ist ab 15 Uhr wieder großes Programm in der Aula des benachbarten Otto-Hahn-Gymnasiums angesagt: Als Gemeinschaftsprojekt mit dem OHG und der Kunstschule „Noa Noa“ führt die Lebenshilfe das inklusive Theaterstück „66 Jahre Großstadtdschungel“ auf. Als Schirmherrin konnte dafür die neue niedersächsische Sozialministerin Carola Reimann gewonnen werden.

Eine Woche später, am 27. Januar, – ebenfalls um 15 Uhr – findet in der gleichen Aula die inklusive Faschingsveranstaltung mit den Leinespatzen Hannover statt. Für beide Veranstaltungen ist der Eintritt frei.

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