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Lange Nacht der Kirchen: Fünf Springer Gemeinden machen mit

SPRINGE. „Gott ist Licht, und in ihm ist keine Finsternis“, heißt es in der Bibel. Um Licht und Dunkelheit geht es auch am 21. Oktober bei der langen Nacht der Kirchen in Springe. Die fünf Gemeinden haben jetzt das Programm vorgestellt.

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Autor

Saskia Helmbrecht Redakteurin / Digitalkoordinatorin zur Autorenseite

„Die Nacht übt eine bestimmte Faszination aus. Abends werden tiefere Gespräche geführt, man kommt schneller in Kontakt“, sagt Pastorin Bettina Bartke. Das Ziel der Gemeinden: Kirche und Gott neu erfahrbar zu machen. „Kirche kann auch anders“, bringt es Diakon Jörg Nebe auf den Punkt.

Den Organisatoren war es wichtig, mit dem Klischee aufzuräumen, Kirche verharre in festgefahrenen Strukturen. „Nein, sie bewegt sich mit“, betont Nebe.

Über die lange Nacht der Kirchen werde zudem ein anderes Publikum angesprochen, das vielleicht am Sonntagmorgen nicht den Gottesdienst besucht, sagt Karin Müller-Rothe. Auch sei die Motivation an einem Sonnabendabend eine andere, vermutet Nebe. „Wir öffnen eigentlich die schönsten Räume der Stadt“, so Müller-Rothe. Und daran beteiligt sind die St.-Petrus-Kirche, die Gemeinden von St. Andreas und der Kreuzkirche, Christ König und die Altenhägener St.-Vincenz-Kirche. Besucher sollen damit die Möglichkeit bekommen, an diesem Abend zwischen den verschiedenen Kirchen wechseln zu können und andere Gemeinden im Stadtgebiet zu besuchen. „Ich kenne bereits Gruppen, die sich, ähnlich wie beim Kirchentag, ein Programm aus verschiedenen Punkten zusammenstellen“, sagt Müller-Rothe.

Alle zwei Jahre beteiligen sich die Gemeinden an der Aktion. „Der Aufwand ist schon immens“, räumt sie ein. Bereits ein Jahr im Voraus beginnen die Organisatoren mit den Planungen für das Programm und sprechen Interessierte an. Anschließend folgen mehrere Treffen, um sich abzustimmen, damit sich die Programmpunkte nicht überschneiden. Aus diesem Grund hat jede Gemeinde ihren Ablauf unter ein bestimmtes Motto gestellt: Um „Humor und Kirche“ geht es etwa in Altenhagen. „Durchblick verschaffen“, „Glücksmomente“ oder „Gospel und Taizé“ heißen die weiteren Titel. St. Petrus hat sich den Satz „Aus dem Munde der Unmündigen hast du dir Lob zubereitet“ auf die Fahnen geschrieben. „Wir schaffen in allen Kirchen ein schönes Ambiente zum Wohlfühlen“, fasst Nebe zusammen.

Ob biblische Geschichten, Musik mit zahlreichen Akteuren wie der Musikschule oder einem Gospelchor, Singen oder Lesungen – mehr als 20 Programmpunkte haben die Gemeinden auf die Beine gestellt. Nicht nur für Erwachsene, auch für die Jüngeren gibt es Veranstaltungen, sagt Bartke. In St. Andreas wird etwa eine Episode der Simpsons gezeigt – die gelbe Zeichentrickfamilie geht in die Kirche. Bei St. Petrus dreht sich alles um Musik, unter anderem mit Unterstützung der Musikschule oder auch Annette Liss.

Die lange Nacht der Kirchen beginnt und endet jeweils mit einer Andacht oder Abendlob. Los geht es um 18 Uhr, Ende ist in vier Gemeinden um 23 Uhr.




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