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Landschulheim Tellkampfschule: Geschichten gesucht

SPRINGE. Seit 30 Jahren sammelt Martin Werner Geschichten über das Landheim der Tellkampfschule. In seiner Chronik, die demnächst zum 90. Bestehen der Einrichtung erscheinen soll, klafft allerdings eine Lücke – und die hofft der 51-Jährige zusammen mit Zeitzeugen füllen zu können.

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Marita Scheffler Redakteurin zur Autorenseite

„Vom Bau der Turnhalle Ende der 60er Jahre fehlen Berichte und Fotos.“ Auch andere Erinnerungen und Bilder nimmt Werner noch gerne entgegen. Spannend sind etwa die Jahre 1943 bis 1951, als das Gebäude als Krankenhaus diente. Der Grundstein für das Landheim wurde Anfang September 1928 gelegt, im Folgejahr wurde das Haus eingeweiht.

Dass sich der Elternverein der hannoverschen Tellkampfschule (die damals noch Realgymnasium hieß) für den Standort am Springer Waldrand entschied, war keinesfalls gesetzt. „Es gab drei Angebote von verschiedenen Städten“, weiß Werner. Springe habe die Abstimmung am Ende nur knapp gewonnen – weil die Stadtväter der Einrichtung eine allzeit kostenlose Wasserversorgung zusagten. Jahrzehnte später hätte die Stadtverwaltung den Vertrag in diesem Punkte gerne revidiert. Das Landheim zahlt mittlerweile als Kompromiss zumindest Abwasserkosten. „Wir sind der Stadt Springe bis heute dankbar für die Zusammenarbeit und die wunderschöne Lage unseres Hauses“, sagt Werner.

Zur Geschichte des Landheims gehört auch, dass die Hitlerjugend das Anwesen im Papenwinkel in den 30er Jahren für sich entdeckte und den Trägerverein enteignen wollte. Dass es dazu nicht kam, konnten die Landheime aus dem Gaugebiet nur mit einem gemeinsamen Protest verhindern.

2 Bilder

Später folgte die Krankenhaus-Zeit. Und Mitte der 80er-Jahre stand der Verein kurz vor der Insolvenz. Dank neuer Schwerpunkte und extrem rührigen Aktiven hat sich das Schullandheim mittlerweile sicher platziert: „2018 werden wir den besten wirtschaftlichen Abschluss unserer Geschichte vorlegen“, sagt Kassenchef Werner.

Seine Bitte: „Wer eine Geschichte zum Landheim hat, die erzählenswert ist, möge sie uns erzählen.“ Martin Werner ist per Mail erreichbar unter martin.werner.x@gmx.de oder unter 05041/640860. Zeitzeugen können sich bis Dienstag, 15. Januar, auch direkt im Schullandheim melden.




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