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Landfrauen zeigen Herz und nähen für Brustkrebs-Patienten

ELDAGSEN. Es ist eine Diagnose, die einem den Boden unter den Füßen wegzieht: Krebs. Claudia Meier ist gerade mal Mitte 30, als sie von ihrer Erkrankung erfährt: Die Mutter von zwei Kindern hat Brustkrebs. Heute hat sie die Krankheit besiegt. Neben der medizinischen Therapie hat ihr eines geholfen: ein Herzkissen.

Claudia Meier hat den Brustkrebs besiegt. Das Herzkissen, was sie im Krankenhaus geschenkt bekommen hat, gibt ihr noch heute Trost und Zuversicht.
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Sandra Hermes Redakteurin zur Autorenseite

ELDAGSEN. Es ist eine Diagnose, die einem den Boden unter den Füßen wegzieht: Krebs. Nicht nur die Betroffenen leiden, auch die Angehörigen. Claudia Meier ist gerade mal Mitte 30, als sie von ihrer Erkrankung erfährt: Die Mutter von zwei Kindern hat Brustkrebs. Heute hat sie die Krankheit besiegt. Sie ist komplett gesund und auch wieder berufstätig. Neben der medizinischen Therapie, der Unterstützung von Familie und Freunden hat ihr eines geholfen: ein Herzkissen.

Nach ihrer Operation hatte Meier im Hamelner Krankenhaus ein solches Kissen geschenkt bekommen. Es habe ihr Trost gespendet und Mut gemacht, erzählte sie später. Zudem lindert das Kissen auch noch Schmerzen: Legt man es unter die Achsel, entspannt es die Lymphknoten. „Claudia, die wie ich Mitglied der Jungen Landfrauen ist, hat bei einer unserer Sitzungen den Vorschlag gemacht, diese Herzkissen zu nähen“, erklärt Maren Jänsch, eine gute Freundin der ehemaligen Krebspatienten. „Ihr hat das Kissen sehr geholfen und sie wollte etwas zurückgeben.“

Nähtreffen Anfang
November in Eldagsen

Gesagt, getan. Kurzerhand trafen sich rund 25 Frauen, um die Kissen zu nähen. In Zusammenarbeit mit dem Verein „Weserbergländer Herzen“ sollen diese nun am Sonnabend, 5. November, von 14 bis 17 Uhr in der Grundschule Hallermund in Eldagsen gefüllt und zugenäht zu werden. „Die Kissen sind immer ein Geschenk und ein Symbol für ein Fünkchen Trost, Freude, Hoffnung und Zuversicht“, sagt Jänsch. Die Landfrauen wünschen sich, dass noch zahlreiche weitere Näherinnen zu dem Termin kommen, um die Aktion zu unterstützen. „Es wäre natürlich toll, wenn wir es schaffen könnten, mindestens 200 Herzkissen fertigzustellen“, hofft Jänsch. Das Besondere an der Nähaktion sei zudem, dass die Näherin der Brustkrebs-Patientin eine Widmung hinterlässt. Jedes Kissen wird signiert. „Dadurch wird es noch persönlicher“, sagt Jänsch.

Knapp eine Woche nach der Aktion kommt die Münderanerin Andrea Hahne nach Eldagsen. Am Donnerstag, 10. November, wird sie um 19 Uhr im Hotel Berggarten in Ergänzung zu der Aktivität „Herzkissen füllen“ den Vortrag „Diagnose: Brustkrebs“ halten. Sie selbst hat sich vorsorglich beide Brüste amputieren lassen, weil die Krankheit in ihren Genen liegt. Ein drastischer Schritt, über den sie in ihrem Vortrag berichten wird. Zudem gibt sie Tipps, wie Betroffene und ihre Angehörigen mit der Diagnose besser umgehen können. Zu diesem Vortrag wird auch die Vorsitzende des Vereins „Weserbergländer Herzen“, Michaela Rathkolb, kommen. Sie nimmt dann die frisch genähten Herzkissen in Empfang, damit diese an die Krankenhäuser verteilt werden können.

Wer an der Aktion „Herzkissen füllen“ am Sonnabend, 5. November, von 14 bis 17 Uhr in der Grundschule Hallermund in Eldagsen teilnehmen möchte, sollte Näh- und Stecknadeln, farbiges Nähzeug und eine Schere mitbringen. Wer auch ein Stück Kuchen essen möchte, sollte sich vorher bei Jänsch unter 0163/ 8814570 anmelden.



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