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Längere Öffnungszeiten für Kinderbetreuung

SPRINGE/BENNIGSEN. Mehr Ganztagsbetreuung: Das war der Wunsch zahlreicher Springer und das Ergebnis einer Elternbefragung. Jetzt folgen Taten.

Derzeit toben bei den Deisterkrümeln noch 18 Kinder – kommendes Jahr sollen es 20 werden. Foto: Archiv
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Saskia Helmbrecht Redakteurin zur Autorenseite

Sowohl die Elterninitiative Kinderladen „Deisterkrümel“ als auch der Bennigser Kindergarten „Am Gut“ bekommen mehr Geld, um die Öffnungszeiten anzupassen. Der Sozialausschuss hat die Aufstockung der Förderung bewilligt.

Beantragt hatten die Deisterkrümel monatlich 40 Euro mehr pro Kind: Von 150 auf 190 Euro ab dem Kita-Jahr 2017/18. Außerdem möchte der Kinderladen die Öffnungszeiten auf täglich bis zu einer Stunde mehr ausweiten. Das heißt, Kinder werden ab dem kommenden Jahr von 8 bis 14 Uhr (Sonderöffnungszeit: 7.30 bis 14.30 Uhr) betreut. „Die Verlängerung ist aber auch mit höheren Kosten verbunden“, begründet die Vorsitzende Lauren Welliehausen in dem Antrag. Der Kindergarten erwartet für Sommer 2017 rund 20 Kinder, statt wie bisher 18, davon sind fünf Krippenkinder und 15 Kindergartenkinder. „Die Aufstockung ist durch den Wegfall eines Integrationslotsen begünstigt“, so Welliehausen. Denn damit fällt der monatliche Zuschuss der Region Hannover von rund 1500 Euro weg. Außerdem möchten die Deisterkrümel weiterhin an dem Mehrgenerationen-Projekt festhalten und an der engen Kooperation mit dem benachbarten Diakoniezentrum festhalten.

Auch der Bennigser Kindergarten „Am Gut“ kann sich über einen jährlichen Zuschuss von 50 000 Euro ab dem kommenden Jahr freuen. Die Öffnungszeiten sollen um täglich eine Stunde erweitert werden, sodass die Kinder von 7 bis 15 Uhr betreut werden können. Bisher wurde ein Zuschuss von 15 000 Euro pro Jahr gezahlt. „Diese Regelung aus dem Jahr 2009 wurde seitdem nicht nachgeführt und auch nicht an die Betreuungsleistung angepasst“, heißt es in dem Antrag. „Wir mussten als dritte Kraft eine Sozialassistentin einstellen, um gesetzliche Auflagen zu erfüllen“, begründet Kassenwart Peter Meißner. „Auch wir müssen unsere Mitarbeiter bezahlen.“

Mehr Diskussionsbedarf gab es bei der Förderung des Kinderschutzbundes in Springe: Derzeit bekommt der Verein einen Zuschuss von 12 000 Euro – plus 6000 Euro für die Flüchtlingsarbeit. Simone Oertel gen. Bierbach von der SPD hatte vorgeschlagen, eine Grundförderung von 18 000 Euro für die Folgejahre festzulegen, ohne die 6000 Euro für die Flüchtlinge genau zu definieren und dem Kinderschutzbund so mehr Planungssicherheit zu ermöglichen. Mit vier Stimmen dafür, vier dagegen und einer Enthaltung wurde der Vorschlag allerdings abgelehnt. „Der Kinderschutzbund leistet tolle Arbeit und wir können jederzeit finanziell einspringen, wenn es brennt, aber wir haben noch keinen Haushalt“, begründete Elke Riegelmann (CDU) die Ablehnung des Vorschlags während der Sitzung des Sozialausschusses.

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