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Kuss-Quartett begeistert das Publikum im Jagdschloss

SPRINGE. Mit drei Streichquartetten sehr unterschiedlicher Art begeisterte das Kuss-Quartett, bestehend aus Jana Kuss (erste Violine), Oliver Wille (zweite Violine), William Coleman, Viola und Mikayel Hakhnazaryan (Violoncello), die etwa 90 Besucher beim Konzerte des Springer Kulturkreises.

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Autor

Horst Voigtmann Reporter

Auf dem Programm stand das vier Sätze umfassende Streichquartett C-Dur KV 465 sowie das „Dissonanzenquartett“ von Wolfgang Amadeus Mozart. Aber auch die fünfzehn Sätze des „Officium breve in memoriam“ an Andreae Szervánszky Opus 28 des 1926 geborenen ungarischen Komponisten György Kurtág wurden gespielt, und schließlich nach einer Pause ging es mit den vier Sätzen des Streichquartetts Nr. 14 d-Moll „Der Tod und das Mädchen“ von Franz Schubert weiter.

Während des Konzertes wurde sehr schnell deutlich, dass die Mitglieder des Kuss-Quartetts, die seit 1991 zusammen musizieren, hervorragend aufeinander eingespielt waren. Internationale Preise gewann das Quartett beim Wettbewerb in Bubenreuth (1997), beim Karl-Klingler-Wettbewerb 1998 in Berlin und dem internationalen Streichquartett Wettbewerb 2001 in Banff, Kanada. Im Juni 2002 wurde dem Kuss-Quartett der erste Preis beim Internationalen Wettbewerb für Streichquartett Premio Paolo Borciani in Reggio Emilia/Italien verliehen.

Seitdem konzertieren die vier Musiker in Europa, den USA, Südamerika und Japan. So traten sie unter anderem bereits in New York, in Amsterdam, in der Londoner Wigmore Hall und in der Berliner Philharmonie auf. Außerdem waren sie bei zahlreichen wichtigen Festivals innerhalb Europas dabei.

Für die Besucher des Konzerts im Jagdschloss war dieses Konzert eine erste Begegnung mit der Musik des inzwischen 90-jährigen Ungarn György Kurtág. Nach der Harmonie, die im Streichquartett von Wolfgang Amadeus Mozart gelegentlich durch leichte Dissonanzen unterbrochen wurden, stellte Kurtágs Komposition die vertrauten Hörgewohnheiten der Konzertbesucher infrage. Wie gut, dass Oliver Wille, der auch als Professor in Hannover tätig ist, vor der Aufführung des „Officium breve“ das Publikum auf dieses Hörerlebnis hinwies.

Kurtágs Streichquartett mit seinen 15 Sätzen dauerte nur gut zehn Minuten, aber lieferte eine Vielzahl unterschiedlicher musikalischer Stimmungen, die von zarten Tongebilden bis hin zu gewaltigen Klangeruptionen reichten, die selten harmonisch waren, aber niemals langweilig wurden.

Schuberts Streichquartett, das nach der Pause als letztes Stück erklang, wurde durch die Ausführungen im Programm des Abends verständlich.



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