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Kuriositäten rund um die Kommunalwahl

Klar, die Kommunalwahl ist eine ernste Sache. Es geht schließlich darum, wer Springe und die Region in den kommenden fünf Jahren regiert. Aber manchmal liegt der Witz im Detail. Die NDZ hat einige kuriose Fakten und erstaunliche Details gesammelt.

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Autor:

VON RALF T. MISCHER UND CHRISTIAN ZETT

SPRINGE. Klar, die Kommunalwahl ist eine ernste Sache. Es geht schließlich darum, wer Springe und die Region in den kommenden fünf Jahren regiert. Aber manchmal liegt der Witz im Detail. Die NDZ hat einige kuriose Fakten und erstaunliche Details gesammelt, die Ihnen die Zeit bis zum Wahltermin am 11. September verkürzen sollen.

Die Sache mit den Wahlzetteln: Ja, sie werden groß. Vielleicht sogar zu groß? Die Stimmzettel zur Wahl der Regionsversammlung, die ebenfalls am 11. September stattfindet, müssen aufgrund der zahlreichen Parteien und Einzelbewerber ziemlich lang sein. Mit einem Bogen, der stolze eineinhalb Meter in der Breite misst, rechnet die Verwaltung derzeit. Und das könnte bei den Springer Wahlkabinen zu erheblichen Platzproblemen beim Ankreuzen führen. Soll heißen: Der Zettel passt nicht hinter die Abdeckung, die die Diskretion beim Ankreuzen garantieren soll. Und jetzt? Soll die Stadt neue Kabinen anschaffen? Diese Frage kam zumindest im Wahlausschuss in dieser Woche auf. Geplant ist das laut Verwaltungschef Gerd-Dieter Walter indes noch nicht – man werde jetzt erst mal testen, ob das nötig ist. Eine Generalprobe sozusagen.

Insgesamt stellen sich für die Regionsversammlung zwölf Parteien, vier Wählergemeinschaften sowie zwei Einzelpersonen zur Wahl. Das sind vier Spalten mehr auf dem Stimmzettel als bei der jüngsten Wahl im Jahr 2014. Und damit entscheidende Zentimeter. Die Sache mit den jungen Menschen: Die, das sagt man ihnen ja nach, sich nicht für Politik interessieren. Oder zu wenig. Wer sich das nicht vorwerfen lassen muss? Dominik Lipp (CDU, Jahrgang 1997), Jan Mensing (SPD, 1996), Niklas Kelting (FDP, 1992) und Ann-Kristin Nikolay (CDU, auch 1992). Die vier sind die jüngsten Ratskandidaten in diesem Jahr. Am anderen Ende der Alterskette: Franz Schwanzer (SPD, 1936), Rudolf Beck (SPD, 1937) und Edwin Biedermann (FDP, 1939). Bei den Ortsratswahlen stehen gleich zwölf Kandidaten auf den Wahlzetteln, die 1990 oder später geboren sind – auch hier ist Lipp der Rekordhalter. Neben SPD-Mann Beck kandidiert mit Wilbrand von Reden (Bennigsen) ein zweiter Politiker des Jahrgangs 1937. Und wo wir gerade bei Statistiken sind: So vielfältig wie die Parteizugehörigkeiten und Altersgruppen der Rats-Kandidaten sind, so vielfältig sind auch ihre Berufe: Unter den insgesamt 98 Bewerbern befinden sich unter anderem vier Rentner, drei Lehrer und zwei Schüler – aber auch ein Koch, ein Bäcker, ein Küster und gleich zwei Tischler.

Die Sache mit dem Ehrenamt: Klar, Lokalpolitiker sind keine Berufspolitiker. Sie machen das in ihrer Freizeit, weil sie ihre Heimatstadt voranbringen möchten. Und gerne mitbestimmen. Bei Wahlen gibt es aber auch noch andere Ehrenamtliche – nämlich die Wahlhelfer: Sie sorgen dafür, dass am Wahltag alles wie am Schnürchen läuft. Stimmzettel verteilen, Listen prüfen, Stimmen auszählen. Finden sich nicht genug, kann die Stadt auch ihre Mitarbeiter zwangsverpflichten – zu deren garantierter Begeisterung... Momentan geht der städtische Wahlbeauftragte Karsten Kohlmeyer davon aus, genug Unterstützer für den 11. September zu haben – nachdem 40 Personen nachberufen wurden.

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