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Neuer Verein will Stadtsanierung in Eldagsen kritisch begleiten / Mit Freiraumkunst provozieren

KuKuS: „Nicht wieder den Anschluss verpassen“

Eldagsen (zett). Dierk Schmidt will etwas ändern. Und er sieht eine Chance in der geplanten Eldagsener Stadtsanierung. Diese wollen Schmidt und seine Mitstreiter kritisch begleiten – und dazu den „Verein für Kunst, Kultur und Stadtentwicklung“ (KuKuS) gründen.

Mehr Kunst für Eldagsen: Dierk Schmidt arbeitet mit seinen Helfe

Mit den Mitteln für die Stadtsanierung sei auch eine große Verantwortung in die Gehlenbachstadt gekommen: „Wir müssen aufpassen, dass das Geld nicht verpulvert wird“, mahnt Schmidt. Es dürfe nicht sein, „dass hinterher nur irgendwo 20 bepflanzte Waschbetonkübel stehen und der Marktplatz neu gepflastert wird.“ Das Geld müsse langfristig etwas bringen. „Die nächsten Millionen kommen so schnell nicht. Und wir haben schon in Sachen Bahnhof und Bundesstraße den Anschluss verpasst.“

Grundsätzlich, findet Schmidt, müsse mit der Sanierung auf die Bedürfnisse der zugezogenen Eldagsener eingangen werden: „Das ist inzwischen der Großteil der Einwohner und die haben nicht unbedingt Interesse am Schützenfest oder dem Feuerwehrausmarsch.“ Das sei kein typisches Eldagsener Problem. „Natürlich haben wir ein starkes Vereinsleben. Aber wir müssen fragen: Wie erreichen wir die anderen Leute?“

Ein Aspekt ist dabei für Schmidt die Freiraumkunst – aber: „Brunnen haben wir genug.“ Was dann? „Hauptsache die Leute reden darüber. Dann hat man sein Ziel erreicht.“ Er setzt auf den Faktor Konflikt: „Wer Kunst nicht versteht, regt sich auf. Aber die, die es verstehen – die kommen.“ Kunst ist wichtig – soll aber nicht von dem Stadtsanierungsgeld direkt finanziert werden: „Wir wollen nur die Voraussetzungen schaffen.“ Dazu sollen auch die Eldagsener Künstler „aus ihren Wohnzimmern auf eine Plattform“ geholt werden. Aber Schmidt will mehr: „Wir brauchen einen gemeinsamen Trägerverein für die Frauenabende, fürs Bistro oder für das Jazzfest.“ Sogar ein Kulturzentrum kann er sich vorstellen. Dennoch ist für Schmidt klar: „Stadtentwicklung ist Ortsratssache. Aber wir wollen von hier Vorschläge machen.“ Offiziell gegründet werden soll der Verein am Mittwoch, 3. Juni, ab 19 Uhr im Bistro Mephisto, Lange Straße 58. Wer mitmachen will, kann sich ab sofort unter 05044/985644 melden.

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