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Festivalfieber: Ein halbes Jahr vor der dritten Auflage von „Rock am Deister“ laufen die Vorbereitungen

Kuersche kommt – mit Fury-Schlagzeuger

Völksen. Klar, das mit dem Geld, das ist immer noch ein Problem. Aber Michael Jordan und seine Mitstreiter sind darüber hinweg. Sagen sie. „Andere Leute haben Autos und Pferde als Hobby. Und wir machen einmal im Jahr ein Festival.“ Jordan lacht. Dabei könnte er auch weinen. Denn für „Rock am Deister“, das im Sommer in Völksen seine dritte Auflage erlebt, zahlen die Mitglieder des gleichnamigen Vereins bislang tüchtig drauf. Weitermachen wollen sie trotzdem.

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Christian Zett Redaktionsleiter zur Autorenseite

Denn trotz aller finanziellen Sorgen: „Rock am Deister“ brummt. Dem Verein hätten die interessierten Bands die Bude eingerannt, sagt Jordan: „Wenn wir alle nehmen, könnten wir 14 Tage durchspielen.“ Einige Bewerbungen kamen gar aus Tschechien oder Großbritannien: „Vielleicht, weil wir wie Rock am Ring klingen“, glaubt Jordan. Aber es darf am Deister ruhig eine Nummer kleiner sein. Darum sollen es am letzten Juniwochenende wieder zwölf Bands werden, die an zwei Tagen den Völksener Festplatz rocken sollen (siehe Infokasten).

Persönlich freut sich Jordan besonders auf „Kuersche“. Die Hannoveraner „One-Man-Band“, die schon mit Nena, den Fantastischen Vier oder Fury in the Slaughterhouse auf Tour war, kommt nach Völksen. Und bringt laut Jordan auch Fury-Schlagzeuger Rainer Schumann mit.

Schon Völksen-Erfahrung geschnuppert haben im vergangenen Jahr „Herr Flamingo“ aus Celle. „Aber die hatten eine für sie eher schlechte Uhrzeit erwischt. Darum sollen sie noch eine Chance bekommen“, erklärt Jordan. Der Rest der Musik ist frisch – und vor allem nordisch. Hamburg ist vertreten, Osnabrück auch. Die meisten Gruppen kommen aus dem Raum Hannover; Bennigsen und Bad Münder stellen die Lokalmatadore in diesem Jahr.

Eine große Baustelle war in den ersten beiden Jahren die Bühne. So kann man das sagen. Oder man sagt es so wie Michael Jordan: „Da sind wir ziemlich auf die Fresse gefallen.“ Darum soll sich jetzt eine Profifirma um Aufbau und Drumherum kümmern. „Das kostet, aber wir haben auch nicht mehr stundenlang Ärger damit.“ Der Festplatz wird anders aufgebaut. Es soll Ruhe-Ecken geben, Sitzgelegenheiten und eine neue Bühne mit Rahmenprogramm, von der aus das Publikum während der verlängerten Umbauphasen bespaßt wird. Gut vorbereitet fühlt sich das Organisationsteam auch in Sachen Sicherheit: „Seit der Love Parade wird da aber auch mehr kontrolliert“, weiß Jordan.

Auf der Internetseite läuft der Countdown bis zum Festivalstart. Noch 167 Tage. Die Organisatoren haben sich viel vorgenommen. Und Michael Jordan muss doch ans Geld denken, ein bisschen: „Vielleicht schaffen wir ja die schwarze Null.“

Zwölf Bands, zwei Tage: Das macht bei „Rock am Deister“ am Freitag und Sonnabend, 29. und 30. Juni, sechs Auftritte pro Tag. Es kommen Loui Vetton (Hamburg), Kuersche (Hannover), Phunkas Symatrix (Hannover), The Junettes (Hannover), Yoga Club (Osnabrück), Hore (Hannover), Glont (Hannover), Herr Flamingo (Celle), Googwill Intent (Schneverdingen), A Kew’s Tag (Hannover), Ole Hauk (Bad Münder) und Drei Zylinder (Bennigsen). Wann es Tickets gibt, steht noch nicht fest. Mehr Infos: www.rock-am-deister.de.

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