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Eine der größten Baustellen seines Lebens: Gastronom eröffnet morgen das Deutsche Haus in Gestorf

Krügers neues Konzept: Zurück zur Tradition

Gestorf. Vier Jahrzehnte. Die Karriere von Detlev Krüger ist lang. Dutzende Stationen prägten seinen Weg in ganz Deutschland – Höhen und Tiefen, viele Baustellen, zahlreiche Erfolge. Wenn der Gastronomieprofi morgen das Deutsche Haus in Gestorf eröffnet, dann hat er eine der schwierigsten Aufgaben seiner Laufbahn vorerst bewältigt.

Gastronom Detlev Krüger (l.) und Koch Patrick Stöwer bereiten den Start einer neuen Ära in Gestorf vor: Morgen wird das Deutsche

Autor:

Markus Richter

Denn das einst so traditionsreiche Lokal im Herzen Gestorfs war über die Jahre zusehends heruntergekommen. Die Inhaber hatten es aus der Hand gegeben, der Betreiber verpachtete es letztlich sogar unter – am Ende fehlte vielleicht die notwendige Leidenschaft, um den Betrieb aufrechtzuerhalten. Dann kam Krüger ins Spiel, der Mann, der auch das „Weiße Ross“ im Ort betreibt. Und Krüger räumte mit seinem Team auf. Fünf Wochen lang. Füllte zwei große Container mit Abfall. „Das war viel Arbeit – und ein großer Reinigungsaufwand“, resümiert er.

Die gesamte Küche richtete er neu ein, die Kegelbahn holte er aus ihrem Dornröschenschlaf. Saniert wurde auch der Schießstand im Saal, die Theke ist erneuert. Krüger weiß, dass unter der Regie des Ehepaares Johanna und Reinhard Hennies der Laden früher einer der beliebtesten in der ganzen Region war. „Mein Ziel ist es, das Deutsche Haus wieder so zu gestalten, wie es vorher erfolgreich lief.“ Daher sei es modernisiert in seinen traditionellen Zustand zurückversetzt worden. Zusammen mit Johanna Hennies nahm sich Krüger die damalige Original-Speisekarte vor. Sein im Weißen Ross eingearbeitetes Küchenpersonal wurde entsprechend geschult. Und morgen wird dann erstmals ein Mittagstisch angeboten – der zieht quasi um. „Es wird ihn im Ross nicht mehr geben, sondern hier.“

Krüger will an beiden Standorten die „unterschiedliche Vielfalt zu einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis“ präsentieren und vor allem Einwohnern und Vereinen die Sicherheit bieten, dass der Standort nicht nach kurzer Zeit wieder dichtgemacht wird. „Es geht mir nicht darum, ein Monopol im Ort zu schaffen, sondern die Kultur aufrechtzuerhalten.“ Schon 20 Kegelklubs hätten Interesse bekundet, seine Bahnen zu nutzen, außerdem finden Line-Dancer, Schützen, Sänger, Feuerwehrleute, Sportler und alle anderen wieder einen Treffpunkt.

Zum traditionellen Gewand des Servicepersonals passt dann übrigens auch die alte Jukebox. Sie spielt noch die Platten von früher. Eben ganz traditionell.



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