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…abhängig von der Wetterlage über Waldöffnung / Stadt befürchtet gewaltigen Ausflügler-Ansturm

Krisenstab entscheidet heute Vormittag

Springe (mf). Die Stadt rüstet sich für einen gewaltigen Ansturm von Winterausflüglern an diesem Wochenende. Allerdings: Sollten sich die jüngsten Wetterprognosen bewahrheiten und von Sturm begleitete, neue Schneemassen über den Deister hereinbrechen, will Bürgermeister Jörg-Roger Hische die Notbremse ziehen. „Dann können wir allen nur dringend raten, zuhause zu bleiben.“


Bei chaotischen Witterungsverhältnissen werde die Stadt den Wald nicht wie geplant für Autos öffnen und auch alle anderen mit dem Ski-Club vereinbarten Maßnahmen kurzfristig aussetzen. „Vorrang hat für uns dann das Räumen der städtischen Straßen“, macht Hische deutlich. Außerdem sei es im Wald dann zu gefährlich.

n Heute um 10 Uhr soll ein Krisenstab über das Vorgehen entscheiden. Spielt das Wetter mit, wird die Deisterzufahrt nach Köllnischfeld für Loipennutzer, Rodler und Spaziergänger geöffnet. Die Autos können dann am Rand des freigeschobenen Weges abgestellt werden.

Ausweichbuchten und Halteverbotsschilder sollen für einen reibungslosen Verkehrsfluss sorgen. Mitarbeiter des Ordnungsamtes werden zur Überwachung eingesetzt und passen auf, dass eine Rettungsgasse frei gehalten wird. Unter anderem darauf hatten auch Anlieger gedrängt, die über einen Anwalt schriftlich ihre Bedenken gegen die Pläne geäußert hatten.

Wenn die Parkmöglichkeiten erschöpft sind, will die Stadt die Zufahrt ab Lutherheim wieder dicht machen. Zwei Taxiunternehmen stehen dann laut Hische auf Abruf bereit, um weiter – freilich gegen Bezahlung – Ausflügler nach Köllnischfeld zu chauffieren.

n Parallel dazu will die Stadt einen kostenlosen Shuttle-Service einrichten, der die Freunde alpinen Skivergnügens zu den Liftanlagen bringt. Der Bus pendelt dabei zwischen Bahnhof beziehungsweise Industriestraße und einem behelfsmäßig eingerichteten Wendeplatz etwa 300 Meter unterhalb des Gasthauses „Waldwinkel“.

n Bemühungen, für zusätzliche Verpflegungsstände am Waldrand zu sorgen, sind indes gescheitert. Zwei ortsansässige Anbieter von Süßwaren und Würstchen haben mit Blick auf den angekündigten Schneefall zumindest für das kommende Wochenende abgewinkt, teilte Karsten Kohlmeyer vom Fachdienst Ordnung und Verkehr mit.

n Bei aller Freude über auswärtige Gäste hat Bürgermeister Hische große Sorge, dem Ansturm nicht gewachsen zu sein. Vor allem, nachdem jetzt auch noch die Hannover Marketing und Tourismus GmbH kräftig für Wintersportausflüge nach Springe geworben hat. „Wenn Tausende aus Hannover kommen, bricht hier alles zusammen“, fürchtet Hische. Die fehlende touristische Infrastruktur lasse sich nicht mal eben herbeizaubern. „Die Leute sollen lieber in den Harz fahren“, sagt Hische und verweist darauf, dass das Engagement der Stadt vor allem für die Springer selbst gedacht sei.

n Ob der Wald für Autos geöffnet und ein Shuttle eingesetzt wird, wollen Stadt und Ski-Club heute über das Schneetelefon des Vereins mitteilen: 05041/61881.

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