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Zahl der Patienten steigt um 6,7 Prozent / Direktor: „Einzugsbereich hat sich vergrößert“

Krankenhaus legt erste gesunde Bilanz vor

Springe (mari). Als Wolfgang Grotstück, kaufmännischer Direktor des Springer Krankenhauses, der Leitungsrunde diese Zahlen vorlegte, hätten die Kollegen Beifall geklatscht, erinnert er sich. „Viel besser geht es nicht“, sagt er zufrieden. Denn das Klinikum hat das Jahr erstmals mit einer schwarzen Null abgeschlossen.

„Viel besser geht es nicht“: Der kaufmännische Direk

2007 stand am Ende der Bilanz eine sogenannte Unterdeckung, 2008 immerhin noch ein leichtes Minus. 2009 ist nach Angaben des Direktoriums endlich eine Punktlandung geglückt. Grotstück spricht gar von einem Quantensprung. „Damit sind wir raus aus jeglichen Schwierigkeiten“, erklärt er und spielt damit auch auf die Schließungsgerüchte an, die 2004 dazu führten, dass Hunderte von Springern für den Erhalt des Krankenhauses auf die Straße gingen.

4797 Patienten wurden im Jahr 2008 im Klinikum an der Eldagsener Straße behandelt. Im vergangenen Jahr waren es 5119. Im ersten Quartal dieses Jahres nach Krankenhausangaben bereits 1369, was in der Abrechnung auf eine erneute deutliche Steigerung hindeutet. Im Gleichschritt damit schnellt die Krankenhaus-Währung „Casemix“ nach oben. 4603 Punkte weist die Bilanz 2009 aus (ein Punkt entspricht 2800 Euro), im Vorjahr waren es 4178.

Grotstück und Bernhard Koch, Pressesprecher des Klinikum Region Hannover, führen den jetzigen Erfolg auf die Kooperation des Krankenhauses Springe mit dem Robert-Koch-Klinikum Gehrden zurück. Springe habe mit der Zusammenarbeit ein Modell geschaffen, an dem sich mittlerweile fast alle 13 Regions-Krankenhäuser orientieren. „Durch das geänderte Leistungsangebot sind wir für viele Patienten attraktiver geworden. Unser Einzugsbereich hat sich vergrößert“, so Grottück. Er stellt klar: „Ohne Gehrden wäre es nicht gegangen. Aber auch Gehrden hat von Springe profitiert.“

Zulasten welcher umliegenden Krankenhäuser das Wachstum geht, werde nicht erfasst. Grotstück und Koch vermuten, dass etliche der neuen Kunden aus den Bereichen Hameln, Hildesheim und den nicht-regionszugehörigen Krankenhäusern in Hannover kommen.

Einen weiteren Sprung nach vorn will das Direktorium durch einen Umbau erreichen. Zum Beispiel sollen Stationszimmer kleiner und moderner werden. Ob das Geld dafür bewilligt wird, entscheidet der Aufsichtsrat Ende Mai.

Das Klinikum Springe verfügt über 107 Betten. Die 190 Mitarbeiter haben eine Arbeitsplatzgarantie bis zum Jahr 2015. Auch darüber hinaus ist laut Klinikumssprecher Bernhard Koch kein Stellenabbau geplant.



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