weather-image
16°
Stadt erstellt erste Ausweise für ihre Liegenschaften / Investitionen können Einsparungen bringen

Kommunale Gebäude verpulvern zu viel Energie

Springe (ric). Undichte Wände, ineffiziente Heizungen, dünne Fenster und veraltete Rohrleitungen: Kurz vor dem Springer Klimaschutztag hat die Verwaltung einen Sachstandsbericht zur energetischen Qualifizierung ihrer eigenen Gebäude vorgelegt – und die kommen nur selten wirklich gut dabei weg.

Wenig erfreulich: Die Hauptschule verpulvert Energie durch dünne

Ob Schulen, Sporthallen, Bäder oder Verwaltungsgebäude – Energieausweise für Nicht-Wohngebiete werden zurzeit entweder nach Bedarf oder Verbrauch erstellt. Der Stadt liegen jetzt die Daten für die ersten Objekte vor, weitere werden bis zum Sommer folgen.

Heinrich-Göbel-Realschule

Die HGR im Schulzentrum Nord liegt mit ihrem Energieverbrauch in einem sehr guten Bereich: Benötigt werden für den 1980 erbauten Komplex 322 Kilowattstunden Energie pro Jahr und Quadratmeter Nettogrundfläche – ein Wert, der genau zwischen der für Neubauten und der für modernisierte Altbauten geforderten Norm liegt. Eine Einsparung von 16 (Wärmeschutzverglasung) beziehungsweise 13 Prozent (Deckendämmung) sind bei entsprechender Investition dennoch möglich.

Gerhart-Hauptmann-Schule

Die GHS im Zentrum Süd ist 1965 erbaut worden – und das alte Haus schleudert Energie im wahrsten Sinne zum Fenster raus. Mit 342 KwH liegt sie deutlich über dem Soll für Altbauten (bis 250). Die Empfehlung der Experten: Die einfachverglasten Fenster austauschen (19 Prozent Ersparnis) oder gleich das große Paket buchen: Die dünnen Außenwände erneuern, Wände und Decken der Heizzentrale mit Polystyrol auspolstern, die Kellerdecke im Eingangsbereich kuschelig verpacken. Das würde die Energiekosten um fast ein Drittel reduzieren.

3 Bilder
Sehr erfreulich: Die Realschule liegt bei der Energieeinsparung in einem guten Bereich.

Otto-Hahn-Gymnasium

Der Kernbereich des OHG ohne Bunker und Mobiltrakt liegt mit 334 KwH im Mittelfeld der Anforderungen. Ein Sanierungspaket würde über 30 Prozent Energie sparen, aber 800 000 Euro kosten.

Grundschule Eldagsen

Die GS Hallermundt wurde 1966 erbaut und liegt mit 299 KwH im akzeptablen Bereich. Dennoch sind Einsparungen von 40 Prozent der Energie möglich, das würde 274 000 Euro kosten. Die Stadt hat beantragt, die Schule mit Zuschüssen aus dem Bundes-Investitionspakt zu sanieren.

Rathaus auf dem Burghof

Der Stammsitz der Verwaltung wurde verbrauchsabhängig bewertet. Im Vergleich zu anderen Gebäuden dieser Kategorie steht das Rathaus (Baujahr 1900 mit älteren Trakten) durchschnittlich gut da, dennoch sind Heizungsanlage und Rohrleitungen veraltet und die oberste Geschossdecke so gut wie ungedämmt.



Anzeige
Weiterführende Artikel
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    Telefon: 05041 - 78932
    E-Mail: redaktion@ndz.de
    Anzeigen
    Telefon: 05041 - 78910
    Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
    Abo-Service
    Telefon: 05041 - 78921
    E-Mail: vertrieb@ndz.de
    Abo-Angebote: Aboshop

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt