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Klimaprotest „Fridays for Future“: OHG-Schüler sind dabei

SPRINGE. Etwas für die Umwelt tun: Unter dem Motto „Fridays for Future“ – freitags für die Zukunft – gehen Schüler auf der ganzen Welt seit Wochen auf die Straße. Auch in Springe wollen sich nun Jugendliche engagieren: Zu Freitag haben Schüler des Otto-Hahn-Gymnasiums (OHG) eine Aktion geplant.

Foto: dpa
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Juliet Ackermann Volontärin zur Autorenseite

Von der ersten bis zur vierten Stunde, von 7.45 bis 11.05 Uhr, wollen die Jugendlichen in der Schulaula auf Klimaprobleme aufmerksam machen mit selbst erstellten Plakaten, einer Meinungsumfrage sowie einem Vortrag. Mit dabei sein wird auch Amina Thillmann, von deren Klasse die Idee ausging. Die 16-Jährige aus der 10 d wünscht sich, „dass die Politik auch hier handelt“.

Entstanden sei die Idee aus einem Referat, bei dem am Dienstag eine Diskussion über die Demos aufgekommen war. Als Thema taucht der Klimaschutz aber auch am OHG immer wieder auf: Viele Schüler würden von den Eltern zur Schule gebracht, anstatt den Bus zu nutzen, oder mit dem Rad zu fahren, bedauert Thillmann. Es seien die kleinen Dinge, die schon viel veränderten. Die Schülerin will zudem, dass auch Kinder mehr über das Problem erfahren. Ihre Mitschülerin Ellen Steiner will ebenfalls etwas bewegen. „Wir sind gerade dabei, stark Werbung zu machen und andere zu motivieren, mitzumachen“, sagt Steiner. Am 1. März soll die Aktion wiederholt werden.

Schulleiterin Kerstin Prietzel zeigt sich gespalten: „Grundsätzlich freue ich mich über das Engagement der Schüler. Ich nehme ihnen die Ernsthaftigkeit ab.“ Doch in ihrer Funktion als Schulleiterin dürfe sie die Jugendlichen nicht einfach vom Unterricht freistellen. Rückendeckung benötige sie von Eltern, die ihren Kindern für den Tag einen Freistellungsschein ausstellen: „Ein klares Signal aus der Elternschaft ist wichtig.“ Der Schulelternrat sei über den Wunsch der Schüler, die Aktion auszurichten, informiert worden. Morgen soll nicht nur bundesweit, sondern auch global gestreikt werden. Junge Initiativen, die sich für den Klimaschutz einsetzten, werden von Schülern und Studenten organisiert. So werden etwa in der Landeshauptstadt Hannover ab 12.30 Uhr zahlreiche Jugendliche am Kröpcke erwartet.

Die Bewegung geht auf die schwedische Schülerin Greta Thunberg zurück, die seit August freitags den Unterricht bestreikt – so lange, bis Schweden das Übereinkommen von Paris einhält.



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