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Kitaplatz-Vergabe: Es knirscht im System

SPRINGE. Die neuen Regeln für die Kitaplatz-Vergabe sorgen weiter für Wirbel: Nach einer mehrstündigen Debatte vertagte der Verwaltungsausschuss das Thema am Dienstagabend. Eine Sondersitzung des Sozialausschusses soll nach NDZ-Informationen nun den Durchbruch bringen – sie findet voraussichtlich Anfang Januar statt.

Die Kitaplatz-Vergabe soll neu geregelt werden. Doch das ist nicht so einfach. FOTO: dpa
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Christian Zett Redaktionsleiter zur Autorenseite

Im November hatte die Stadt das von der Politik angestoßene überarbeitete System vorgestellt. Es sieht im Kern die Vergabe von Punkten vor, die Eltern für Familienstand, Berufstätigkeit oder Förderbedarf bekommen. Daraus ergibt sich dann eine Rangliste, die mit den Platzwünschen abgeglichen wird.

Schon vor gut drei Wochen hatte der Sozialausschuss die Vorschläge der Stadt erstmals überarbeitet: Er stellte per Beschluss Alleinerziehende und Eltern von Kindern mit besonderem Förderbedarf besser: Sie erhielten demnach teils deutlich mehr Punkte als im ersten Entwurf. Gekürzt hatte der Ausschuss dagegen den Geschwisterbonus: Wer in seiner Wunschkita schon ein älteres Kind hat, bekäme demnach weniger Punkte als im ersten Entwurf.

Offenbar knirschte es am Dienstagabend nicht nur bei diesen Posten erneut: Die Runde konnte sich am Ende nicht auf ein Punktesystem einigen – und vertagte die Entscheidung kurzerhand, indem sie sie zurück in den Sozialausschuss schickte.

Das sorgt allerdings jetzt vor allem für ein Zeitproblem: Denn für Ende Januar plant die Verwaltung bereits die erste Vergaberunde, bei denen es um die Kindergarten- und Krippenplätze ab dem Sommer geht. Der Ausschussvorsitzende Bastian Reinhardt (SPD) kündigte am Mittwoch auf NDZ-Anfrage an, die Sondersitzung so schnell wie möglich durchzuführen. Sollte dort etwa Anfang Januar eine Entscheidung fallen, müsste der Verwaltungsausschuss direkt danach noch einmal endgültig zustimmen, um die Frist für die Vergaberunde nicht zu reißen. Eltern, die dabei mit ihrem Wunsch leer ausgehen, sollen es im Mai bei einem erneuten Verfahren dann ein zweites Mal versuchen können.



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