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Ortsrat lehnt CDU-Vorschläge zur Verkehrsberuhigung ab

Kirchstraße: Alles bleibt, wie es ist

Völksen. Erst wurde kontrovers diskutiert – am Ende wurde dann beschlossen, dass alles bleibt, wie es ist: Die Vorschläge der CDU zur Verkehrsberuhigung in der Kirchstraße hat die Mehrheit der Ortsratsmitglieder abgelehnt. Zum Ärger einiger Anwohner, die eigens für das Thema zur Sitzung gekommen waren.

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Drei konkrete Vorschläge hatte CDU-Ortsratsmitglied Frank Unger unterbreitet, durch die die Autofahrer zum Langsamfahren animiert werden sollten. Eigentlich ist in dem Bereich – die Kirchstraße ist Spielstraße – ohnehin nur Schrittgeschwindigkeit erlaubt. „Das wissen viele Autofahrer aber nicht“, fürchtet Unger. Deshalb fordert er, dass zwei Zusatzschilder „verkehrsberuhigter Bereich“ angebracht werden. „Die kosten ja nicht die Welt“, sagt er.

Axel Seng (Die Linke) sieht das anders. Allein dass die Spielstraße einen anderen Fahrbahnbelag habe, mache deutlich, dass dort langsamer gefahren werden müsse. Für die Grünen machte Uwe Pröve deutlich, dass „man ja auch nicht alle zehn Meter Schilder“ aufstellen könne. In seinen Augen ist an der Stelle gut erkennbar, dass „ich hier langsam fahren muss“.

Während der Ortsratssitzung meldete sich ein Anwohner zu Wort, der das anders sieht. Auch die Fahrbahnverengung durch Steinblöcke habe nicht dazu geführt, dass Autofahrer langsamer in der Kirchstraße unterwegs seien. „Ich beobachte das ja jeden Tag – schauen Sie sich das mal selbst an.“

Werner Mosch von der Verwaltung berichtet, dass die Messungen der Experten andere Ergebnisse zutage gefördert haben: „Wir haben die Geschwindigkeit überwacht – und eine erkennbare Reduzierung durch die Steinblöcke festgestellt.“ Für Autofahrer sei während der Zeit der Untersuchung nicht erkennbar gewesen, dass ihre Geschwindigkeit gemessen wird. Unger traut den Messungen der Verwaltung indes nicht und glaubt eher den Erfahrungen der Anwohner. Er möchte deshalb, dass auch sein zweiter Vorschlag umgesetzt wird: Die Steinblöcke sollen durch Bremsschwellen ersetzt werden. „Alles andere hat keinen Wert.“ Auch den Vorschlag hält Mosch für eher schlecht umsetzbar. „Wenn wir das machen, werden die Anwohner rasch fordern, dass sie wieder abmontiert werden.“ Der Grund: „Wenn Autos da rüber fahren, macht das einen unwahrscheinlichen Lärm.“ Auch der CDU-Vorschlag, das Schild „verkehrsberuhigter Bereich“ höher anzubringen, damit es von Autofahrern eher wahrgenommen wird, lehnt Mosch ab. Denn: „Das haben wir schon mal gemacht.“ Schilder, die an gut sichtbarer Stelle ständen, seien aber umgefahren worden.

Die Mehrheit aus SPD und Grünen sprach sich gegen die Vorschläge aus. Ortsbürgermeisterin Sigrid Hachmeister sagte, dass zunächst die weitere Entwicklung in der Straße beobachtet werden solle. Und appellierte an Eltern, dass sie ihre Kinder nicht mit dem Auto, sondern lieber zu Fuß zur Schule bringen. rtm



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